Motörhead sind fast so alt wie Black Sabbath, vermutlich auch ähnlich einflussreich - und damit ein weiterer perfekter Headliner für Wacken. 1975 in England gegründet, veröffentlicht die Band in den ersten Jahren ein legendäres Album nach dem anderen. Hier sieht man sie 1981 auf einer Bühne mit der Band Girlschool.
Den Begriff Motörhead hatte Bassist und Sänger Lemmy (rechts) von seiner alten Band Hawkwind mitgebracht, dort war es ein Songtitel. Damit gemeint sind Konsumenten von Amphetaminen, unter anderem auch "Speed" genannt. Lemmy selbst ist der Sache alles andere als abgeneigt.
1984, die Verkaufszahlen sind mitterweile rückläufig und der aktuelle Plattenvertrag läuft aus, veröffentlichen Motörhead "nur" ein Best-of-Album. Immerhin ist darauf der Klassiker "Killed By Death" enthalten - den Song gibt es zuvor auf keinem Album.
1986 geht es für die Band wieder bergauf - die feinen Herrschaften spielen auf dem "Monsters of Rock"-Festival im englischen Donington und mit "Orgasmatron" erscheint ein weiterer Meilenstein ihrer Diskografie.
Im weiteren Verlauf der 80er und auch in den 90ern gehen Motörhead ihren musikalischen Weg kompromisslos weiter. Veränderungen gibt es kaum - mal von Lemmys plötzlich fehlendem markanten Bart abgesehen. Man könnte meinen, die Irritation darüber sei ihm auf dieser Aufnahme von 1997 fast schon selbst ins Gesicht geschrieben.
2002 veröffentlicht Lemmy seine Autobiografie. Der Titel passt zu ihm und der Band wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge: "White Line Fever". Und optisch? Alles wieder beim Alten.
Gilt im "Congress Centrum Hamburg" eigentlich Rauchverbot? Sei's drum - wenn irgendjemand sich nicht darum schert, dann wohl Lemmy. Hier während eines Gigs in besagter Location im Jahr 2005.
In Wacken trat das warzige Urgestein dieses Jahr nicht zum ersten Mal auf - und bestimmt auch nicht zum letzten Mal. Der Frontmann einer der angeblich "lautesten Bands der Welt" ist wohl nicht totzukriegen.