Stand: 06.01.2016 11:15 Uhr

Schweiger verteidigt Facebook-Post zum Tatort

Bild vergrößern
"Ich habe überhaupt nichts böse gemeint", verteidigt Schweiger seine Äußerungen über Kritiker seiner Tatort-Doppelfolge.

Nach dem Wirbel um einen Facebook-Kommentar von Til Schweiger hat der Schauspieler und Filmemacher sich zu Wort gemeldet. Schweiger verteidigte seine Äußerungen über Kritiker seiner aktuellen Tatort-Doppelfolge. "Ich habe überhaupt nichts böse gemeint", sagte er der "Bild"-Zeitung. Er wehrte sich auch gegen den Vorwurf, andere Tatort-Kommissare verspottet zu haben: "Aber über mich und meine Figur Nick Tschiller haben schon einige Tatort-Kollegen ungefragt Quark erzählt. Ich persönlich habe noch nie über einen Kollegen Scheiße erzählt." Dass er Kritiker als "Trottel" bezeichnet hatte, schränkte er ein: "Vielleicht hätte ich 'Trottel' durch 'ahnungslos' ersetzen können. Das wäre pietätvoller gewesen."

Schelte an Tatort-Kollegen und Eigenlob

Bild vergrößern
Nick Tschiller schießt sich den Weg mit einer Bazooka frei: Am actiongeladenen Tatort mit Til Schweiger scheiden sich die Geister.

Schweiger hatte in der Nacht zum Montag auf seiner Facebook-Präsenz Christian Alvart, den Regisseur der Schweiger-Tatort-Folgen, in höchsten Tönen gelobt. Alvart habe ein Stück deutsche Fernsehgeschichte geschaffen. "Kompromisslos, atemlos, viril, fantastisch für das schmale Geld". Bei allen Schwächen sei dieser Tatort der bahnbrechendste seiner Art, so Schweiger weiter. In dem Kommentar sparte er zugleich nicht mit Häme über seine Tatort-Kollegen: "Andere verschwenden das Budget für zwei moppelige Kommissare, die ne Currywurst verspeisen, oder ein Bier vor einem bayrischen Imbiss zocken." Die Kritiker seien schwach und klein, er, Schweiger, sei dagegen vom Fach und habe viel mehr Ahnung. Damit stieß Schweiger allerdings auf wenig Zustimmung: "Selten hat Eigenlob dermaßen bestialisch zum Himmel gestunken", schrieb ein Nutzer als Reaktion auf Schweigers Facebook-Post. Ein anderer erklärte: "Ihre abwertenden Kommentare machen Sie in diesem Fall nicht besser als die ganzen 'Neider'."

Mit Aufregung über seine öffentlichen Kommentare kann Schweiger nach eigenen Angaben gut umgehen: "Das bin ich jetzt seit 20 Jahren gewöhnt", sagte er dem Blatt. "Wenn ich einen Baum pflanze, heißt es, er hat ein Loch in den Boden gemacht."

Fortsetzung folgt ... im Kino

An Til Schweiger scheiden sich die Geister. Nur 7,7 Millionen Zuschauer sahen sich "Fegefeuer" am Sonntagabend an, "Der große Schmerz" am 1. Januar lockte immerhin mehr als acht Millionen vor die Bildschirme. Die einen stören sich am vielen Geballer, die anderen nervt Schweigers Genuschel. Viele wiederum schätzen genau das an dem Krimi aus Hamburg: den kaputten Helden, die Action und die Kamera-Einstellungen von Regisseur Christian Alvart.

Im Fernsehen ist der Kampf zwischen Hauptkommissar Tschiller und Firat Astan vorerst beendet. Ab 4. Februar läuft eine weitere Episode - auf der großen Leinwand: "Off Duty", in Zusammenarbeit mit dem NDR. "Fürs Kino haben wir in Sachen Action noch mal zwei, drei Schippen draufgelegt", verriet Regisseur Alvart in einem Interview. Auf die Kritiken darf man wieder gespannt sein.

Der Tatort bei Twitter

Schweiger-Tatort bei Twitter: Rambo aus Hamburg

Wenn der Tatort aus Hamburg kommt, sind die Twitterer in Alarmbereitschaft. Auch "Fegefeuer", die vierte Folge mit Til Schweiger als Kommissar Tschiller, wurde rege kommentiert. mehr

Viel Spott bei Twitter für Schweiger-Tatort

Der Hamburg-Tatort "Der große Schmerz" animierte die Twittergemeinde zur Lästerei. Sie ließ kaum ein gutes Haar an Hauptdarsteller Til Schweiger und Gaststar Helene Fischer. mehr