Stand: 16.06.2015 18:05 Uhr

Dänen drehen Adler-Olsen-Thriller in Hamburg

Er ist ein düsterer Kommissar - und ein einsamer: der Däne Carl Mørck. In sechs Romanen von Jussi Adler-Olsen hat er die Leser begeistert. Mit Nikolaj Lie Kaas in der Hauptrolle sind bereits die Romane "Erbarmen" und "Schändung" mit Erfolg ins Kino gekommen. Nun ermittelt Mørck erneut vor der Kamera - im Fall "Erlösung". Der dritte Fall für das Sonderdezernat Q von Carl Mørck, basierend auf dem Buch "Erlösung", wird gerade in Hamburg verfilmt.

Hamburg dient als Kulisse für Kopenhagen

Die Hansestadt dient als Bildmotiv, obwohl die Romanhandlung in Kopenhagen spielt. Der norwegische Regisseur Hans Peter Molland ("Ein Mann von Welt") erzählt am Set: "Eine Location war in Blankenese, eine in Rothenburgsort und eine im Altonaer Krankenhaus." Später im Kino - geplanter Filmstart ist im Juni 2016 - wird man genau hingucken müssen, um das Rotklinkergebäude in Rothenburgsort als das ehemalige Monopol Branntwein zu erkennen. Daraus wurde eine dänische Polizeiwache.

Auf der Spur vermisster Jungen

Der Bestseller "Erlösung" handelt vom spurlosen Verschwinden zweier Kinder. Niemand meldet sie als vermisst, ihre Leichen sind nie aufgetaucht. Aber es gibt einen mit menschlichen Blut geschriebene Flaschenpost mit einem letzten Brief der Jungen, die beim Sonderdezernat Q landet. Das Ermittlerteam geht sofort auf die Spur, wer die Jungen wohl sein könnten - und ob sie noch am Leben sind.

Als Assistent Mørcks (Lie Kaas) fungiert der treue Assad, erneut gespielt vom Schauspieler Fares Fares. Ihn hat bei den kurzen Pausen zwischen den Drehtagen der Hamburger Hafen beeindruckt: "Hamburg hat eine Menge Container - und große Schiffe", sagt der Schwede mit libanesischen Wurzeln. Auch Hauptdarsteller Lie Kaas ist angetan von der Hansestadt, die er schon oft besucht hat: "Es ist schön, in Hamburg zu sein", so der dänische Darsteller des Kommissars Carl Mørck. Alles sei nur ein kleines bisschen anders, als Zuhause.

Thriller mit jeder Menge Action

Bild vergrößern
Sie drehen in Hamburg "Erlösung": Regisseur Hans Peter Molland, Schauspieler Nikolaj Lie Kaas und Fares Fares (von links).

Die Dreharbeiten finden in Hamburg und Schleswig-Holstein statt, wo bereits Szenen der Vorgänger "Erbarmen" und "Schändung" verfilmt wurden. "Erlösung" ist eine Produktion der Zentropa Group in Zusammenarbeit mit TV2 Dänemark, dem ZDF, TV4 Schweden und TV 2 Norwegen in Koproduktion mit der schwedischen Filmförderung Film I Väst. Der Thriller entsteht mit Unterstützung unter anderem des Danish Film Institutes und der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein sowie des Norwegian Film Institutes. Der Produzent der Zentropa Hamburg Fabian Gasmia freut sich, "so ein stuntlastiges Ding in Norddeutschland zu drehen", und verspricht, es werde im Thriller eine Menge zu sehen geben: "Ein Kleinjungstraum ist immer, dass etwas explodiert oder dass jemand irgendwo rausfällt oder dass sich ein Auto überschlägt. All das hat man in diesem Jussi-Adler-Olsen-Film."

Weitere Informationen

Most Wanted City: Hamburg als Filmmetropole

James Bond war da, Philip Seymour Hoffman spielte hier einen Spion: Hamburg bietet gute Bedingungen fürs Weltkino. Und war schon immer Filmstadt. Wir stellen einige Drehorte vor. mehr