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Grimme - Wichtigster deutscher Fernsehpreis

Der undotierte Grimme-Preis gilt als wichtigster deutscher Fernsehpreis. Er wurde auf Initiative des Bildungsexperten Bert Donnepp aus Marl vom Deutschen Volkshochschul-Verband gestiftet und 1964 zum ersten Mal vergeben. Benannt ist der Preis nach Adolf Grimme, von 1948 bis 1956 Generaldirektor des damaligen Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR).

 

NDR Produktionen mit Grimme-Preis ausgezeichnet

Heiko "Schotty" Schott (Bjarne Mädel) in Bedrängnis. Der Schriftsteller (Bernd Moss) hat um Ruhe gebeten, aber Schotty macht Krach. © NDR/Sandra Hoever Detailansicht des Bildes Bjarne Mädel - als "Tatortreiniger" staubt er nun den Grimme-Preis ab. Drei Produktionen beziehungsweise Koproduktionen des Norddeutschen Rundfunks sind im Theater der Stadt Marl jeweils mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet worden. In der Kategorie "Unterhaltung" konnte die Comedy-Reihe "Der Tatortreiniger" die Jury überzeugen. Die bereits mehrfach preisgekrönte Spielfilmproduktion "Homevideo" erhielt den begehrten Preis in der Kategorie "Fiktion". In der Kategorie "Information und Kultur" geht die Auszeichnung an Rosa von Praunheims Dokumentation "Die Jungs vom Bahnhof Zoo". NDR Intendant Lutz Marmor: "Eindringlich, skurril, nachdenklich - so unterschiedlich die drei NDR Produktionen sind, die einen Grimme-Preis 2012 erhalten, eins haben sie gemeinsam: Sie stehen für Qualität. Allen Preisträgern gratuliere ich zu ihrem großen Erfolg!".

"Schotty" - Ein Mann räumt auf

Er kommt immer dann, wenn die Polizei die Ermittlungsarbeit abgeschlossen hat: Heiko Schotte, genannt "Schotty" - gespielt von Bjarne Mädel - räumt als sogenannter Tatortreiniger auf, was andere lieber nicht wegputzen möchten. Bei seinen Einsätzen trifft er auf Angehörige, Freunde oder Bekannte der Verstorbenen, für die von der Leiche mehr übrig bleibt als zu desinfizierende Auslegeware. In der Begründung der Grimme-Jury heißt es: "Dank Mizzi Meyers wunderbarer Dialoge und der präzisen Montage von Benjamin Ikes wechseln sich in Schottys Begegnungen Annäherung und Befremden, Verständnis und Entsetzen fliegend ab. (...) So entwickelt der 'Tatortreiniger' ganz beiläufig ein Tempo, an dem sich manche vermeintlich hochtourige Sketch-Reihe ein Beispiel nehmen könnte". Und über Bjarne Mädels Figur des Schotty heißt es: "Trottelig, wenn er's sein darf, blitzgescheit, wenn er's sein muss, navigiert Mädel seinen Schotty souverän durch den Mikrokosmos Hamburg".

Die Redaktion hatten Dr. Bernhard Gleim und Stephanie Bogon. Das Erste sendet die Folge "Ganz normale Jobs" am Donnerstag, 17. Mai, um 21.45 Uhr. NDR Intendant Lutz Marmor: "Unsere Zuschauerinnen und Zuschauer können sich auf eine Fortsetzung des 'Tatortreinigers' freuen. Wir haben Anfang Februar sechs neue Folgen in Auftrag gegeben."

Mobbing im Internet-Zeitalter

Jakob (Jonas Nay) schaut sich das kompromittierende Video an. © © NDR/Gordon Timpen, honorarfrei Detailansicht des Bildes Das Leben von Jakob (Jonas Nay) gerät aus den Fugen, als sein Video im Internet erscheint. "Homevideo" ist der erste deutsche Fernsehfilm, der sich mit dem sogenannten Cyber-Mobbing auseinandersetzt. Im Mittelpunkt steht der 15-jährige Jakob (Jonas Nay). Seine Eltern Claas (Wotan Wilke Möhring) und Irina (Nicole Marischka) wissen wenig von ihm. Als ein kompromittierendes Video von Jakob in die Hände seiner Mitschüler gerät, stellen die Klassenkameraden es ins Internet. "Der Verlust des Privaten als große Tragödie: Das wird konsequent bis zum Ende erzählt", begründet die Grimme-Jury ihre Entscheidung. "Homevideo" erhielt 2011 unter anderem den Deutschen Fernsehpreis. Das Drehbuch schrieb Jan Braren, dramaturgische Beratung: Lothar Kurzawa, Regie führte Kilian Riedhof. Redaktionell federführend war die inzwischen verstorbene Jeanette Würl vom NDR zusammen mit Claudia Simionescu (BR) und Andreas Schreitmüller (ARTE). Produzenten waren Christian Granderath, der heutige NDR Fernsehfilmchef, und Benjamin Benedict von TeamWorx Television & Film GmbH.

 

"Stricherkarrieren" am Bahnhof Zoo

Rosa von Praunheims Dokumentarfilm "Die Jungs vom Bahnhof Zoo" führt spannende und authentische Lebensgeschichten von Strichern zusammen. Im Mittelpunkt der Koproduktion von rbb und NDR stehen fünf junge Männer, drei von ihnen sind Roma. Die Hauptfigur ist Daniel, der mit 16 seine "Stricherkarriere" am Bahnhof Zoo in Berlin begann. An seinem Beispiel wird deutlich, welche sozialen Umstände einen Einstieg in die Stricherszene begünstigen. In der Begründung der Jury heißt es: "In der spürbaren, menschlichen Nähe zu seinen Protagonisten, in der nichts beschönigenden aber unaufgeregten Beschreibung ihrer Lebenswelten liegt die große Leistung von Praunheims". Redaktion: Jens Stubenrauch (rbb) und Barbara Denz (NDR).

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/unterhaltung/grimmepreis125.html
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Eine Reihe von Trophäen des Adolf-Grimme-Preises. © dpa-Report Fotograf: Jörg Carstensen
 
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Insgesamt zwölf Produktionen erhielten die begehrte Trophäe aus Marl.

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Schotty (Bjarne Mädel) im Angesicht einer Hitler-Büste. © NDR Fotograf: Thorsten Jander
 

Der Tatortreiniger

Alles zur NDR Comedy-Serie Der Tatortreiniger. mehr

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Alle Informationen auf der Website des Adolf-Grimme-Instituts.

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