Der Adolf-Grimme-Preis 2012
Informationen über die Nominierungen auf der Website des Adolf-Grimme-Instituts.
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Auch der bewegende Film "Homevideo" ist für einen Grimme-Preis 2012 nominiert.
Zehn Produktionen und Koproduktionen des Norddeutschen Rundfunks sind in diesem Jahr für einen Grimme-Preis nominiert: in der Kategorie Unterhaltung/Spezial die Moderatoren Anke Engelke, Judith Rakers und Stefan Raab für das Finale des "Eurovision Song Contest" (ESC) sowie die Autoren der Rubrik "Neueste Nationale Nachrichten" der Satire-Sendung "extra3".
In der Kategorie Unterhaltung gehen die Familienshow "Klein gegen Groß. Das unglaubliche Duell" mit Kai Plaume sowie die Comedy-Reihe "Der Tatortreiniger" ins Rennen. Die Spielfilm-Produktionen "Homevideo" sowie das NDR "Polizeiruf 110"-Ermittlerduo Anneke Kim Sarnau und Charly Hübner für die Folgen "Feindbild" und "... und raus bist du!" sind in der Kategorie Fiktion nominiert.
Für Programmdirektor Frank Beckmann sind die Grimme-Nominierungen so vielfältig wie der NDR.
In der Kategorie Information und Kultur gehen "45 Min - Schmutzige Schokolade", "Abgefackelt - Wie Ölkonzerne unser Klima killen", "Die Jungs vom Bahnhof Zoo" und die Reihe "Sportclub History" an den Start. Das gab das Grimme-Institut am Donnerstag in Marl bekannt. Dort findet am 23. März auch die Verleihung der Preise statt.
"Große Shows, investigative Recherchen, bissige Satire: Die Nominierungen sind so vielfältig wie der NDR", sagte Frank Beckmann, NDR Programmdirektor Fernsehen. "Sie beweisen zudem, dass der NDR attraktive Sendungen für alle Zuschauer anbietet - auch die Jüngeren."
Das Finale des "Eurovision Song Contest" 2011 live aus Düsseldorf stieß in Deutschland und international auf begeisterte Reaktionen - es war in mehr als 50 Ländern zu sehen, der Marktanteil im Ersten lag bei 49,3 Prozent. Für ihre Leistung bei dem Mammut-Projekt sind die drei Moderatoren Anke Engelke, Judith Rakers und Stefan Raab nominiert. Sie erhielten bereits 2011 den "Deutschen Fernsehpreis" gemeinsam mit Thomas Schreiber (NDR) als Teamchef für den Eurovision Song Contest, Jörg Grabosch (Brainpool TV GmbH), Regisseur Ladislaus Kiraly, Bühnendesigner Florian Wieder, Mediacontent-Designer Falk Rosenthal und Lichtdesigner Jerry Appelt.
"Klein gegen Groß. Das unglaubliche Duell" ist eine Familienshow im Ersten, moderiert von Kai Pflaume. Die Idee der neu entwickelten Show: Acht Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren spielen in ungewöhnlichen Disziplinen gegen prominente Gegner. Die jungen Herausforderer haben jeweils eine ganz besondere geistige oder körperliche Begabung. Die nächste Folge ist am Sonnabend, 21. Januar, um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen. Die Redaktion hat Tim Gruhl.
In den Satire-Beiträgen Neueste Nationale Nachrichten werden die Neonazis ausgerechnet von Adolf Hitler beschimpft, ihrem vermeintlichen "Idol" und großem "Vorbild". Ob NPD-Funktionär, DVU-Politiker oder brauner Schläger - sie alle sind für den Führer keine würdigen Nachfolger, sondern "Klappspaten" oder "Mehlmützen". Die Neuesten Nationalen Nachrichten sind eine Rubrik der NDR Satire-Sendung "extra3", in der echte Filmaufnahmen von Hitler-Reden satirisch umgetextet und neu eingesprochen werden. Die zwei- bis dreiminütigen Filme greifen seit 2007 immer wieder aktuelle Themen und Skandale der Rechten auf. Nominiert sind die Autoren Johannes Büchs, Matthias Grübel, Martina Hauschild, Alicia Anker, Julian Amershi und Sprecher Robert Missler. Die Redaktion im NDR hat Andreas Lange.
Bjarne Mädel ist der sympathische "Tatortreiniger".
Er kommt immer dann, wenn die Polizei die Ermittlungsarbeit abgeschlossen hat: Heiko Schotte, "Schotty", - gespielt von Bjarne Mädel - räumt als "Der Tatortreiniger" auf, was andere lieber nicht wegputzen möchten. Bei seinen Einsätzen trifft er auf Angehörige, Freunde oder Bekannte der Verstorbenen, für die von der Leiche mehr übrig bleibt als zu desinfizierende Auslegeware. Das NDR Fernsehen zeigt die Folgen 3 und 4 der Comedy-Reihe am 28. Februar und 6. März 2012 jeweils um 22.00 Uhr. Die Redaktion hatten Bernhard Gleim und Stephanie Bogon. Der NDR hat inzwischen entschieden, die Reihe in diesem Jahr fortzusetzen.
Jonas Nay spielt den Schüler Jakob in dem Film "Homevideo".
"Homevideo" ist der erste deutsche Fernsehfilm, der sich mit dem sogenannten Cyber-Mobbing auseinandersetzt. Im Mittelpunkt steht der 15-jährige Jakob (Jonas Nay). Seine Eltern Claas (Wotan Wilke Möhring) und Irina (Nicole Marischka) wissen wenig von ihm. Als ein kompromittierendes Video von Jakob in die Hände seiner Mitschüler gerät, stellen die Klassenkameraden es ins Internet. "Homevideo" ist unter anderem mit dem Deutschen Fernsehpreis 2011 ausgezeichnet worden.
Das Drehbuch schrieb Jan Braren, dramaturgische Beratung: Lothar Kurzawa, Regie führte Kilian Riedhof. Redaktionell federführend war die inzwischen verstorbene Jeanette Würl vom NDR zusammen mit Claudia Simionescu (BR) und Andreas Schreitmüller (ARTE). Produzenten waren Christian Granderath, der heutige NDR Fernsehfilmchef, und Benjamin Benedict von TeamWorx Television & Film GmbH.