Stand: 30.07.2015 18:33 Uhr

Matschwelt Wacken: Festival-Start im Schlamm

von Jörn Schaar

Das Festival in Wacken hat offiziell begonnen. Am Donnerstagnachmittag spielte die Band Skyline zum Auftakt. Zehntausende Fans feiern - trotz des Regens und der schwierigen Bodenverhältnisse: Der Regen hatte in den vergangenen Tagen die Wege auf dem Festivalgelände in Wacken an vielen Stellen in eine Schlammbrühe verwandelt. "Knietief stehen wir im Matsch, der sich anfühlt wie eine Masse aus Stampfkartoffeln und Tapetenkleister", berichteten Reporter von NDR 1 Welle Nord. Am Donnerstag reagierten die Veranstalter und vermeldeten auf der offiziellen Internetseite, dass eine Anreise mit dem Auto derzeit nicht möglich ist. Sie bitten die Fans, auf Züge und Busse auszuweichen. Wer trotzdem mit dem Auto kommt, sollte dieses in Itzehoe abstellen. Von dort fahren kostenlose Shuttlebusse.

Staus, Nieselregen und Matschpfade

Der Schlamm spritzt

Vorsichtig waten die Besucher durch den Modder zur Ausgabe der Einlassbändchen. Dort bildete sich eine mehrere Hundert Meter lange Schlange - und es geht nur schleppend voran. 75.000 Metalheads haben sich angekündigt. Am Mittwoch war bereits inoffizieller Auftakt - auf fünf Bühnen gab es schon Programm. Dazu gehörte auch der Auftritt der Wacken Firefighters - der örtlichen Feuerwehr-Blaskapelle. "Ich hab als Kind mal eine Wattwanderung mitgemacht, das fühlte sich so ähnlich an", sagt Svenja aus Hannover. Und tatsächlich: Bei jedem Schritt spritzt der Schlamm unter, zwischen und um die Gummistiefel.

Mit Mülltonne zum Festival

Am Mittwochmorgen waren in Itzehoe fast 800 Festivalbesucher mit dem Metal-Train aus München angekommen. Schwer bepackt mit Rücksäcken, Zelten, Proviant und sogar einer grünen Mülltonne haben sie sich vom Bahnhof aus mit dem Shuttlebus auf den Weg nach Wacken gemacht.

"Jeder Fan, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist oder sich einer Fahrgemeinschaft anschließt, hilft uns", sagte Festivalsprecherin Anna Lorenz. "Im Augenblick müssen wir immer wieder einzelne Zufahrten zu den Campingplätzen kurzzeitig sperren, um sie wieder befahrbar zu machen. Je weniger Fahrzeugbewegungen wir auf den Flächen haben, desto besser."

Im Watschelgang Richtung Festivalgelände

Die Stimmung vermiesen lassen will sich in Wacken niemand. "Für das Wetter kann keiner was, das muss man nehmen wie es ist", meint Ingo aus Schwerin bevor er im Watschelgang in Richtung Festivalgelände verschwindet.

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