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Fans beim Pink-Konzert in Hamburg. © NDR
 
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Pink: Ein echter Rockstar

von Kristina Bischoff

Schon am Nachmittag standen sie vor der Halle, blondiert, sportlich kurzhaarig oder anderweitig in Pink gekleidet: die Fans, die zum deutschen Auftakt für Pinks "Truth About Love"-Tour am 1. Mai 2013 nach Hamburg gekommen waren. Einige hatten sogar an die 200 Euro für Vorzugstickets bezahlt, damit sie als erste das Rennen um die begehrten Stehplätze im Innenraum antreten. Pink-Konzerte sind nun mal echter Rock'n'Roll - gespickt mit Action. Wer mag da schon sitzen bleiben?

Die Liebe kommt nicht zu kurz - die Akrobatik auch nicht

Eindrücke vom Pink-Konzert in Hamburg. © NDR Fotograf: Mirko Hannemann Detailansicht des Bildes Sportlich: Zu "Raise Your Glass" bot Pink die erten akrobatischen Einlagen des Abends. Um zehn nach neun hat das lange Warten endlich ein Ende. Ein Showclown und Conferencier singt im Playback zu "Truth About Love" und stimmt sein Publikum so auf Pink ein, bis der Vorhang aufgeht. Zum Vorschein kommt eine Bühne, die sich im Laufe des Abends vom düsteren Gothic-Look in eine strahlend warme Stimmung hüllen wird. Dazu noch eine Showtreppe links, Herzchenwände und ein Laufsteg ins Publikum, dessen Abschluss ein leuchtend rotes Herz bildet. Liebe soll an diesem Abend nicht zu kurz kommen. Und Akrobatik auch nicht.  

Denn schon zu "Raise Your Glass" wird Pink an Elastikbändern bis an die Bühnendecke katapultiert und von drei starken Männern herumgewirbelt, wobei sie es auch noch fertig bringt, ihren Song zu singen. Einige Stücke später gibt es eine ähnliche Einlage, diesmal alleine am Trapez. Pink schwebt dabei über den Köpfen des Publikums und singt "Try".

Gelungene Überraschung: das Duett mit Nate Ruess von Fun.

Eindrücke vom Pink-Konzert in Hamburg. © NDR Fotograf: Mirko Hannemann Detailansicht des Bildes Sexy und stark: Unterstützt wird Pink von grandiosen Tänzern und Tänzerinnen in knappen Outfits. Zurück am Boden macht sie mit einer Balletteinlage weiter, um schließlich im knappen Zweiteiler die einzige Coverversion des Abends zu singen: "Wicked Game" von Chris Isaac steht auch einer Pink sehr gut. Dann verschwindet sie kurz durch eine Falltür in der Bühne, um einige Sekunden später im schwarzen Kleid wieder raus zu kommen und ihre neueste Single "Just Give Me A Reason" anzustimmen. Glücklicher Zufall, dass ihr Duettpartner Nate Ruess von Fun. auch gerade in Hamburg ist und den Song mit ihr singt. Das Publikum jubelt und auch das Duo freut sich über die gelungene Überraschung.

Zu "Trouble" macht sie dem Schlagzeuger Komplimente und erzählt von Tochter Willow, die gerade am liebsten "Nein" sagt, was sie natürlich von ihrem Vater hat. Dann haut Pink zu "Are We All We Are" selbst auf die Trommeln und kündigt anschließend ihren persönlichen Lieblingssong vom neuen Album an ("Weil mein Ehemann sich dabei immer ein bisschen ungemütlich fühlt"): "How Come You're Not Here".

Mal wagemutig, mal berührend und schlicht

Der nächste Knaller erfolgt wieder in der Luft. Bei "Sober" steigt Pink in ein ovales Rhönrad, das an die Decke gezogen wird, und schwebt damit meterweit über dem Boden. Dabei ist sie nicht angeseilt, hängt nur an den Händen der Jungs, die sie tragen. Pink beweist Mut, macht ihre eigenen Stunts und sieht dabei noch elegant aus.

Eindrücke vom Pink-Konzert in Hamburg. © NDR Fotograf: Mirko Hannemann Detailansicht des Bildes Pinks actionreiche Show hat aber auch berührende und ruhige Momente. Anmutig setzt sie sich danach ans Piano, um sich zu "The Great Escape" erstmalig selbst zu begleiten. Berührend und schlicht geht es auch bei "Who Knew" zu. Der Song, eigentlich eine Power-Rocknummer, glänzt in einer Unplugged-Version. Und verzückt auch das Publikum im Innenraum, das textsicher mitsingt.

Danach steht "Fucking Perfect" an, den die Sängerin jetzt aber aus pädagogischen Gründen (sie will keine Schimpfworte in der Nähe ihrer kleinen Tochter benutzen) nur noch "Perfect" nennt .

Eine gekonnte Hiphop-Choreografie und elf Kostümwechsel später wird es Zeit, das Finale einzuläuten. Das geschieht mit dem von der Britpop-Band Blur inspirierten Song "Slut Like You", zu dem die Sängerin ihre männlichen Tänzer sexy und stark in Grund und Boden tanzt.

"Blow Me One Last Kiss" ist offiziell der letzte Song, der schließlich noch von einer Zugabe getoppt wird. Im goldgelben Catsuit verabschiedet sich Pink im Höhenflug, dreht Saltos in der Luft und verabschiedet sich mit "So What" (I'm A Rockstar) von den Fans. Deutlicher kann man es nicht ausdrücken: Pink ist ein echter Rockstar. Und die machen sowieso, was sie wollen - und werden allerhöchstens von sich selbst übertroffen.

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/unterhaltung/events/pink779.html
Albumtipp
Cover: Pink - "The Truth About Love" © Sony Music
 

Pink - The Truth About Love

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