Beste Feierabend-Laune bei Hamburg Sounds
Ein charmanter Gastgeber, große Stimmen und viel Humor - das haben die Zuschauer bei der Frühlingsausgabe von Hamburg Sounds erlebt. Der Produzent und Musiker Sven Bünger hatte zum gemeinsamen Musizieren eingeladen - und tolle Künstler folgten seinem Aufruf. Cäthe, Mark Forster, Nicolas Sturm und Überraschungsgast Anna Depenbusch kamen zu "Büngers Feierabend" am Freitagabend in die Fabrik in Altona und sorgten für richtig gute Stimmung.
Große Stimmen und viel Gefühl
Stand: 13.04.2013 13:00 Uhr
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Normalerweise hält sich der Musiker und Produzent Sven Bünger eher im Hintergrund. Bei "Büngers Feierabend" steht der 45-jährige Gastgeber aber selbst mit Band auf der Bühne ...
... und präsentiert bei der April-Ausgabe von Hamburg Sounds Stücke von seinem Debütalbum "Besser scheitern".
Doch "Büngers Feierabend" lebt nicht nur von dem Gastgeber selbst, sondern vor allem auch von seinen musikalischen Gästen. Diesmal ist Sängerin Cäthe mit dabei.
Sie singt Songs von ihrem Album "Ich muss gar nichts" und begeistert das Publikum mit ihrer unverwechselbaren, starken Stimme.
Außerdem zu Gast: Singer-Songwriter Nicolas Sturm. Im Gespräch mit NDR 90,3 Moderator Christian Buhk erzählt er, dass er vor seinem Plattenvertrag in einer Kosmetikfabrik am Fließband stand.
An diesem Abend bei Hamburg Sounds beweist der 30-Jährige aber, dass er nicht ans Fließband, sondern auf jeden Fall auf die Bühne gehört.
Gemeinsam mit seiner Gitarre und der Ein-Mann-Band "Das Klingen Ensemble", bestehend aus Jeremy Dhôme, macht er deutschsprachige Befindlichkeitsmusik – nachdenklich-melancholisch und tiefgründig-schön.
Emotional geht es auch bei Mark Forster zu, der Lieder aus seinem 2012 veröffentlichten Album "Karton" spielt. Der 29-Jährige singt so gefühlvoll, dass man ihm einfach jedes Wort glaubt.
Der Berliner hat sogar einen Überraschungsgast im Gepäck: Die Hamburg Sounds erprobte Anna Depenbusch singt mit Mark Forster im Duett.
Die gute Stimmung kann auch ein hinter der Bühne umgefallenes und beschädigtes Chello nicht trüben. Kurzerhand wird es mit Klebeband geflickt und ist wieder einsatzfähig.
Ein musikalisch anspruchsvolles und unterhaltsames Konzert neigt sich dem Ende - ein perfekter Feierabend mit Bünger und seinen Freunden.
Ein musikalisch anspruchsvolles und unterhaltsames Konzert neigt sich dem Ende - ein perfekter Feierabend mit Bünger und seinen Freunden.
Stimmen mit Gänsehaut-Faktor
Sie begeisterte bei "Büngers Feierabend" besonders mit ihrer starken Stimme: Sängerin Cäthe.
Der Gastgeber selbst präsentierte mit seiner Band Lieder aus seinem neuen Album "Besser scheitern". Er spielte aber auch Songs, die teilweise schon vor 20 Jahren entstanden sind. Dann kündigte Sven Bünger seinen nächsten Gast als "eine der besten Sängerinnen, die Deutschland zu bieten hat" an. Die Vorschusslorbeeren für Sängerin Catharina Sieland alias Cäthe waren gerechtfertigt: Die 30-Jährige startete ihren Auftritt mit dem Song "Ding" und begeisterte das Publikum mit ihrer unglaublichen Stimme mit Gänsehaut-Faktor.
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Ein nachdenklich ebenso wie mitreißendes Lied. Wenn Cäthe ihren Song "Ding" über Sehnsucht und Bewegung singt, kann sie auf der Bühne selbst nicht mehr stillstehen.
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Doch nicht nur Stimmwunder Cäthe kam beim Publikum gut an, sondern auch der Singer-Songwriter Nicolas Sturm, der an Gisbert zu Knyphausen erinnert: Ein junger Mann an der Gitarre, mit Texten, die schön melancholisch und gewitzt sind, ohne dabei platt zu wirken. Sturm trat mit seinem Klingen Ensemble auf - einer Ein-Mann-Band, bestehend aus dem Multiinstrumentalisten Jeremy Dhôme. Besonders gefühlvoll kam außerdem Mark Forster rüber, der unter anderem vom Schlussmachen sang. Der 29-Jährige bekam für einen Song Unterstützung von dem Überraschungsgast Anna Depenbusch. Sie war schon häufig bei Hamburg Sounds mit dabei und sang mit Forster im Duett den Titel "Ich & du".
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Ein Duett gegen die Einsamkeit: In "Ich & Du" singen Mark Forster und Anna Depenbusch davon, wie viel schöner es doch ist, zu zweit anstatt alleine zu sein.
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Der zweite Feierabend in der Fabrik
Es war das zweite Mal, dass Sven Bünger Künstlerkollegen in der Altonaer Fabrik zusammenbrachte, um mit ihnen Musik zu machen. Das Format an sich gibt es schon seit fünf Jahren, hieß aber früher "Svens Feierabend" und fand in einer kleinen Hamburger Weinbar statt. Mittlerweile ist die Veranstaltung unter dem neuen Namen in einer deutlich größeren Location zu Hause. "Ich bin erwachsen geworden", erklärt der 45-jährige Gastgeber diese Entwicklung mit einem Augenzwinkern. Der zweite Feierabend in der Fabrik wird sicherlich nicht der letzte gewesen sein.
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Wenn Vollmond ist, findet Sven Bünger keine Ruhe und dann zieht er durch die Straßen. Über Schlaflosigkeit und Mondsucht singt er in "Wenn der Mond mich ruft".
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