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1998 hat im ostfriesischen Großefehn alles mit einer geselligen Party und einem Ghettoblaster an dem Teich der Oma von einem der Feiernden begonnen. Von Bands gab es damals noch weit und breit keine Spur. Mittlerweile ist daraus ein dreitägiges Event geworden, das nun nicht mehr an Omas Teich stattfindet, aber immer noch so heißt. Vom 25. bis zum 27. Juli spielen beim Omas Teich Festival 40 Bands auf drei Bühnen unter anderem Alternative Rock und Punk. Die Veranstalter rechnen mit 10.000 Besuchern.
Aushängeschild ist dieses Jahr unter anderem die Skatepunk-Band Millencolin aus Schweden, die ansonsten 2013 bei kaum einem Festival zu sehen ist, aber für ihr 20. Bühnenjubiläum in Großefehn gastiert. Außerdem gehören die US-Amerikaner Fall Out Boy, die bei Omas Teich ihr lang erwartetes Comeback feiern, sowie die US-Band Bloodhound Gang und die niederländischen Postrocker von Death Letters zu den Headlinern.
Bands wie Jupiter Jones, die zum vierten Mal beim Festival auftreten, zeigen, dass die Macher der Veranstalter einen richtigen Riecher für vielversprechende Musiker haben. 2008 trat die damals eher unbekannte Musikgruppe erstmals beim Festival auf, mittlerweile hat die deutsche Band mit dem Song "Still" einen Superhit gelandet. Abseits vom Mainstream bietet Omas Teich mit Bonaparte strippende Menschen in Tierkostümen und mit Thees Uhlmann soliden Indie-Rock. Der Musiker von Tomte präsentiert sein zweites Soloalbum "Thees Uhlmann", das von seinem Leben und seinen Ursprüngen erzählt. Für lokalen Bezug sorgen die Garagenrock-Band Sally Jenko sowie Knallfrosch Elektro aus Aurich, die Indie-Band Razz aus dem Emsland und mit De Fofftig Penns aus Bremen erstmals eine plattdeutsche Hip-Hop-Band. Hörproben zu allen Bands gibt es auf der offiziellen Festival-Webseite.
Bei den Wasserpielen gibt es nur Ruhm und Ehre zu gewinnen - und ein 50-Liter-Bierfass.
Besonders ist dieses norddeutsche Festival auch wegen seiner familiären Atmosphäre. So kommen jedes Jahr die ersten Besucher von 1998 mit ihren Kindern in das parkähnliche Areal der ehemaligen Baumschule. Im Biergarten nehmen Senioren des Ortes Platz. Außerdem bieten Sofa-Ecken und kleine Zelte Rückzugsorte auf dem Gelände. Außer beim Tanzen kann der Festivalbesucher bei den "Omas Teich Games" aktiv werden: Bobbycar-Rennen, Beachvolleyball und die fast schon legendären Wasserspiele bieten bei Hitze Ablenkung am Samstagvormittag. Zwölf Teams treten dabei gegeneinander an.
Wie bei allen Open-Air-Events dieser Art gehört zum Festivalfeeling auch die Unterkunft in Zelten. Die Veranstalter achten hierbei auf etwas Ruhe und trennen zwischen dem "Chill-Out-Camping"-Bereich, bei dem laute Musik, Partys und Müll nicht so gerne gesehen sind, und dem normalen Campingplatz. Schließfächer für Wertsachen wird es allerdings in diesem Jahr nicht geben. In "Omas guter Stube" können Musiker und Besucher gemeinsam kochen - die Bands machen von diesem Angebot immer gerne Gebrauch. Daher beim Brutzeln: Augen und Ohren offen halten, wer da genau neben einem den Kochlöffel schwingt.

40 Bands treten vom 25. bis zum 27. Juli auf drei Bühnen beim Omas Teich Festival in Ostfriesland auf. Mit dabei: Fall Out Boy, die Bloodhound Gang und Millencolin.