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Zum 17. Mal findet im beschaulichen Scheeßel in der Nordheide das Hurricane Festival statt. Von Freitag, den 21. Juni, bis Sonntag, den 23. Juni, geben sich auf insgesamt vier Bühnen Bands wie Rammstein, Billy Talent und Deichkind das Mikro in die Hand. 73.000 Fans werden erwartet, die drei Tage lang rocken, tanzen und feiern wollen - egal ob es aus Kübeln regnet oder die Sonne scheint. NDR.de ist für Sie vor Ort und berichtet.
Die Headliner des 17. Hurricane Festivals sind Rammstein am Freitag und die vier britischen Jungs von den Arctic Monkeys am Sonnabend. Zum Abschluss am Sonntagabend spielt die Rock-'n'-Roll-Maschine Queens Of The Stone Age. Doch auch das sonstige Programm kann sich sehen und vor allem hören lassen. Mehr als 100 Bands werden in Scheeßel den Eichenring, der eigentlich eine Sandrennbahn für Motorräder ist, rocken.
Zwei Video-Reporter berichten an allen Festivaltagen mit Fotos, Interviews und Videos. Das Foto-Tagebuch zeigt die wildesten Momente des Festivals. Ob Schlammschlacht oder Konzert-Euphorie, die Videoreportagen liefern die Festival-Stimmung auf dieser Seite auf den Schirm.
Wer spontan am Freitagnachmittag zum Hurricane fahren will, der wird leider enttäuscht werden. Alle regulären Kombi-Tickets zum Preis von 139 Euro sind restlos ausverkauft. Damit es am Einlass keine langen Gesichter gibt, sollte man auf keinen Fall Tickets vom Schwarzmarkt (insbesondere im Internet) kaufen. Erste Fälschungen sollen laut Polizei und Veranstalter bereits im Umlauf sein.
Schlammbahnen sind beim Hurricane Tradition.
Die meisten der 73.000 Festivalbesucher werden auf den vielen Zeltplätzen rund um den Eichenring campen oder ganz gemütlich in Wohnmobilen und kleinen Holzhütten schlafen. Eine Armada von Chemie-Klos und Duschcontainern wartet dort auf die Feierwütigen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie außerdem ein Schlammbad gratis genießen können, steht gar nicht so schlecht. In der Vergangenheit hat es während des Festivals immer wieder geregnet, Schlamm-Rutschbahnen entstanden aus dem Nichts. Sollte es nicht regnen, zieht über der Sandrennbahn meist ein bräunlicher Staub hinweg.
Dass Scheeßel und sein Hurricane-Festival ein fester Bestandteil der deutschen Festivalszene sind, liegt an den hochkarätigen Line-Ups. Nicht nur international erfolgreiche Musikgrößen wie David Bowie oder Coldplay, auch deutsche Acts und viele Newcomer spielen jedes Jahr auf dem Hurricane.
in den 70ern kam es noch zu wütenden Protesten, heute wird in Scheeßel friedlich gefeiert.
Schon im September 1973 fand ein erstes Festival in Scheeßel statt - damals noch unter dem Motto "Es rockt in der Heide". Vier Jahre später kam es beim "First Rider Open Air" zu Randale auf dem Festgelände, weil der Veranstalter die Bands prellte. Einige weigerten sich daraufhin aufzutreten, was bei den Fans zu wütenden Protesten führte. Wegen einer Vielzahl von Verletzten und des hohen Schadens kam das zwischenzeitliche Aus.
1997 wurde mit dem Hurricane die Tradition der Musikfestivals in Scheeßel fortgesetzt. Seitdem entwickelte sich die Gemeinde im Landkreis Rotenburg/Wümme zu einem regelrechten Musik-Mekka im Norden. Parallel findet übrigens im baden-württembergischen Neuhausen ob Eck das etwas kleinere "Southside"-Festival statt, bei dem - zeitversetzt - das gleiche Bühnenprogramm stattfindet.

Drei Tage lang tanzen und feiern 73.000 Fans in Scheeßel. Mehr als 100 Bands wie Rammstein, Queens Of The Stone Age und Arctic Monkeys spielen auf vier Bühnen.