"Der Tatortreiniger" - Bjarne Mädel räumt auf
"Meine Arbeit fängt da an, wo sich andere vor Entsetzen übergeben" - das ist die stark vereinfachte, aber zutreffende Beschreibung von Bjarne Mädels Job als Tatortreiniger in der neuen Comedy des NDR Fernsehens. Mit Desinfektionsmitteln, Schrubber und Putzlappen bewaffnet, ist Heiko "Schotty" Schotte immer der letzte am Leichenfundort. Täglich macht er die Erfahrung, dass der Mensch am Ende auch nur Materie ist. Bei seinen Einsätzen trifft Schotty auf Angehörige, Freunde oder Bekannte der Verstorbenen. Und die bringen die Weltsicht des pragmatischen Reinigungsfachmanns vorübergehend ins Wanken.
Unterwegs mit Schotty
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In Folge 3 ("Nicht über mein Sofa") ist im Haus einer reichen Witwe ein Einbrecher ums Leben gekommen - angeblich die Treppe runtergefallen.
Schotty geht mit der gewohnten Akribie zu Werke und entfernt die Spuren. Dabei lässt er sich ...
... von der alten Dame (Christine Schorn) erläutern, wie es zu dem tödlichen Sturz gekommen sein soll.
Die Geschichte ist aber mehr als fadenscheinig. Schotty hat den Verdacht, dass ein Golfschläger im Spiel war - was wohl stimmt, denn die Witwe macht ihm ein bestechendes Angebot, damit er nicht auspackt.
Eigentlich ist Schotty eine Reinigungskraft, die mit viel Gelassenheit und hoher Professionalität an die Arbeit geht.
Wo immer er auftaucht, soll Heiko "Schotty" Schotte ...
... blutverschmierte Tatorte wieder auf Vordermann bringen. Stattdessen lässt er sich ablenken, etwa von ...
... einer Prostituierten, die ihren Kunden in dessen Wohnung aufsuchen will. Und erstmal sieht es so aus, als würde das unverhoffte Treffen in einem Schäferstündchen enden.
Aber dazu kommt es dann doch nicht. Die Zusammenkunft der beiden gerät zu einem Seelenstriptease - wie so oft in "Der Tatortreiniger".
Die Macher der Serie haben viel Liebe ins Detail gesteckt. So ist Schottys Auto ...
... vom Erscheinungsbild her mindestens so skurril wie sein Fahrer. Das gilt für Außen ...
... wie auch für Innen. Schotty ist ein Einzelgänger, er kommt allein und als Letzter zum Leichenfundort.
Auch bei der Gestaltung der Tatorte wird auf Authentizität großer Wert gelegt. Mittels Kunstblutes und eines Pinsels ...
... erhält das zu reinigende Badezimmer die möglichst originalgetreue Optik eines Ortes, an dem ein Gewaltverbrechen geschah.
Geradezu perfektionistisch geht es zur Sache, wenn am Tatort die Pfotenabdrücke einer Katze simuliert werden sollen.
Die Requisiteure behelfen sich mit einem Katzenpfoten-Stempel, der einen recht realistischen Abdruck hinterlässt.
Die Requisiteure behelfen sich mit einem Katzenpfoten-Stempel, der einen recht realistischen Abdruck hinterlässt.
Einfache Freuden und der Sinn des Lebens
In seinen weißen Schutzanzug gehüllt, räumt Schotty auf, was andere lieber nicht wegputzen möchten. Eigentlich ein einfacher Job. Einfach wie die Freuden des Lebens, die Schotty genießt. Frauen, Autos und Fußball - mehr braucht er nicht zu seinem Glück. Das Streben nach hehren Werten überlässt er lieber seinen Mitmenschen. Doch am Tatort trifft Schotty auf Hinterbliebene, für die der Verstorbene mehr als zu desinfizierende Auslegeware ist. Und während er die Überreste entsorgt, fragen seine Gesprächspartner im Angesicht des Todes nach dem Sinn des Lebens. Und davon bleibt selbst Schotty nicht unbeeindruckt. Doch während er noch überlegt, ob er eigentlich glücklich ist, muss er schon seine Sachen packen. Der nächste Leichenfundort wartet.
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28.02.2012 | 22:00 Uhr
NDR Fernsehen
Schottys dritter Tatort ist eine feine Villa, hier ist ein Mann die Treppe heruntergestürzt. Ein Einbrecher auf der Flucht, behauptet die Besitzerin, Schotty jedoch hat Zweifel. mehr
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06.03.2012 | 22:00 Uhr
NDR Fernsehen
Schottys Einsatzgebiet ist diesmal die Praxis eines Psychologen und eine echte Herausforderung für den Tatortreiniger. Als eine Patientin auftaucht, kommt Schotty in arge Bedrängnis. mehr