Stand: 07.03.2013 22:45 Uhr

Tatort-Debüt: Schweiger geht auf Schurkenjagd

Über keinen Tatort wurde im Vorfeld so viel diskutiert, wie über den neuen TV-Krimi aus Hamburg mit Til Schweiger. Die Meinungen über den Fernseh-Kommissar fallen sehr gemischt aus, die Erwartungen sowohl bei Fans als auch Kritikern sind extrem hoch. Erwartungsdruck kommt aber nicht nur von den Zuschauern, sondern auch von den neuen Kollegen: "Er wird uns alle übertrumpfen", prophezeite Axel Prahl, der für den beliebtesten aller Tatorte in Münster ermittelt, gegenüber dem Kölner "Express". Um das zu schaffen, müsste der Hamburger Krimi mehr als zwölf Millionen Zuschauer vor den Fernseher locken.

Der neue Tatort: "Willkommen in Hamburg"

Ob das gelingt, wird sich kommenden Sonntag zeigen: Am 10. März gibt Til Schweiger ab 20.15 Uhr im Ersten in "Willkommen in Hamburg" sein Tatort-Debüt. Zuvor feierte der Film am 7. März in Hamburg Kino-Premiere.

Viel Action und eine Prise Humor

Klar ist, im neuen Hamburger Tatort kracht es mächtig. Explosionen, Verfolgungsjagden, wilde Schießereien und ein vom Kampf gezeichneter Ermittler: Der neue Tatort verspricht eine Menge Action am Sonntagabend. Doch neben dem Nervenkitzel soll auch der Humor nicht zu kurz kommen. Stoff dafür bot unter anderem die öffentliche Diskussion um den neuen Tatort-Kommissar in den Medien. "Wir haben natürlich nicht im luftleeren Raum gearbeitet, dazu war das Medienecho vorab schon viel zu laut. Wir haben an ein paar Stellen des Films durchaus die Kommentare und Strömungen aufgegriffen und mit großem Spaß mit den Vorurteilen gespielt", erzählt Regisseur Christian Alvart. Das Publikum darf sich also neben Leichen auf viel Augenzwinkern gefasst machen.

Im Alleingang gegen den Kiez-Clan

Bei seinem ersten Einsatz für das Hamburger LKA soll der eigenwillige Ermittler Nick Tschiller (Til Schweiger) nur eine Wohnung überprüfen. Dabei stechen er und sein Kollege Yalcin Gümer (Fahri Yardim) in ein Wespennest. Die Wohnung entpuppt sich als Versteck für minderjährige Prostituierte, deren Zuhälter plötzlich vor der Tür stehen. Am Ende einer brutalen Schießerei liegen drei tote Zuhälter im Treppenhaus, Mitglieder des gefürchteten Astan-Clans, der den Kiez kontrolliert. Tschiller gerät ins Visier der eigenen Kollegen - der Neue muss sich einer internen Untersuchung stellen und vor Staatsanwältin Hannah Lennerts (Edita Malovcic) rechtfertigen. Hat Nick tatsächlich in Notwehr getötet? Im Alleingang nimmt Tschiller den Kampf gegen den Astan-Clan auf, unterstützt allein von seinem verletzten Partner Yalcin.

Erstes Treffen der neuen Hamburger Ermittler

In "Willkommen in Hamburg" löst Schweiger nicht nur seinen ersten Fall, sondern trifft auch das erste Mal seinen ebenfalls neuen Tatort-Kollegen Wotan Wilke Möhring alias Kommissar Thorsten Falke.

Die Begegnung soll im Landeskriminalamt stattfinden. Kompetenzgerangel der beiden Neuen gibt es allerdings nicht, denn für Möhring bleibt es bei einem kurzen Gastauftritt. Boxer Arthur Abraham wird ebenfalls in einer Gastrolle im TV-Krimi zu sehen sein.