Urlaubsregionen in Norddeutschland
Vom Harz über die Nordseeküste bis nach Rügen und Hiddensee: ausgewählte Regionen in Norddeutschland, die eine Reise wert sind. mehr
Sommertag in Warnemünde: Werden die Strände im Norden bald noch voller?
Norderney statt Nizza, Mecklenburg statt Mallorca und Amrum statt Adria: Wetterforscher prognostizieren, dass der Klimawandel den klassischen Urlaubszielen in Südeuropa viele Touristen kosten wird - während Norddeutschland von der Entwicklung profitieren könnte.
Wenn es am Mittelmeer öfter Hitzestress mit Temperaturen über 35 Grad Celsius geben wird, hält sich der Kältestress an Nord- und Ostsee in Grenzen, wie Prof. Andreas Matzarakis von der Universität Freiburg am Donnerstag auf dem Extremwetterkongress in Hamburg sagte. Im Norden würden dann insgesamt angenehmere Durchschnittstemperaturen herrschen.
"Urlauber werden in Zukunft an den Küsten wärmere Wetterbedingungen vorfinden", sagte Matzarakis. Damit die Tourismusregionen in Schleswig-Holstein vom veränderten Klima profitieren, "müssen sie flexibler werden und neue Strategien entwickeln", so der Forscher weiter.
Das mildere Klima könnte aber auch unangenehme Folgen mit sich bringen: Urlauber müssten häufiger mit Algenblüte und Quallenplagen sowie mit stärkeren Stürmen rechnen. Auch könnten Sturmfluten in der deutschen Bucht bis Ende des Jahrhunderts über einen Meter höher auflaufen, gab das Norddeutsche Klimabüro bekannt.
Für Volker Popp, Bürgermeister der Gemeinde Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein, ist das Wetter geschäftsentscheidend: "Selbst die Stadtbäckerei Lübeck berechnet die Umsatzvorschau ihrer 160 Filialen im Norden auf Basis der Wetterdaten." Man müsse aber versuchen, auch das schlechte Wetter zu verkaufen: Auf Helgoland gebe es bereits Angebote wie "Stormwatching", mit denen extremes Wetter als Touristenattraktion vermarktet wird.