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Das denkwürdige Debüt des HSV-Flops Pralija

HSV-Torwart Mladen Pralija © imago/Kicker/Eissner Detailansicht des Bildes Auf Betreiben von HSV-Trainer Josip Skoblar kam Mladen Pralija im Sommer 1987 aus Split nach Hamburg. Die Geschichte der ebenso denkwürdigen wie kurzen Karriere des Mladen Pralija beim Hamburger SV beginnt mit einem Faustschlag, an dem der jugoslawische Torwart überhaupt nicht beteiligt war: Juli 1987, Supercup-Finale, Pokalsieger HSV spielt gegen Bayern München. Jürgen Wegmann erzielt den 2:1-Siegtreffer für den Rekordmeister und Uli Stein brennen die Sicherungen durch. Der HSV-Keeper streckt den Torschützen mit einem Faustschlag nieder. Daraufhin entlassen die Hamburger den Ausnahme-Torwart. Trainer Josip Skoblar setzt ab dem zweiten Spieltag der Saison 1987/1988 auf Pralija als Nummer eins. Skoblar hatte seinen Landsmann gegenüber Manager Felix Magath als "besten Torwart Osteuropas" gepriesen, woraufhin der Schlussmann von Hajduk Split an die Elbe wechselte. An jenem 8. August 1987 trat der HSV, na klar, beim FC Bayern München an. Es sollte ein denkwürdiges Debüt werden.

Sechs Stück bei den Bayern

Beim 1:0 durch eine Bogenlampe von Lothar Matthäus in der 25. Minute war Pralija noch machtlos, obwohl sein als Rettungsversuch getarnter Hüpfer schon etwas komisch anmutete. Doch spätestens nach dem 3:0 durch Michael Rummenigge (54.), als der Stein-Nachfolger ohne jegliches Timing durch den eigenen Strafraum irrte, war auf der HSV-Bank ungläubiges Unbehagen (Skoblar) und amüsiertes Entsetzen (Magath) auszumachen. Am Ende stand eine 0:6-Pleite der Hanseaten und die Erkenntnis, dass Pralija vom Prädikat "bester Torwart Osteuropas" mindestens so weit entfernt ist wie Hamburg von Split.

Erstes Training als Aha-Erlebnis

Das Wort "Fliegenfänger" machte schnell die Runde, doch Skoblar hielt an seinem Wunschkeeper fest, der in unnachahmlicher "Bruder-hastig-Manier" die HSV-Hintermannschaft - mit alten Recken wie Manfred Kaltz oder Ditmar Jakobs eigentlich abgeklärt besetzt - zusehends nervöser machte. Trainingskiebitze hatten es schon früh gewusst, dass der Keeper vom Balkan durch eine ganz besondere aber wenig erfolgversprechende Torwartschule gegangen sein muss. Bei der ersten Übungseinheit nach seiner Verpflichtung überraschte Pralija mit einer eigenwilligen Fangtechnik. Auch harte Schüsse wollte der Jugoslawe mit den Händen vor der Brust fangen, was natürlich nicht klappte. Im Endergebnis konnte er kaum einen Ball festhalten, ebenso wie in den folgenden Bundesligaspielen.

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Ex-HSV-Profi Juan Pablo Sorin © picture-alliance
 
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Bereits seit 1987 wartet der Hamburger SV auf den Gewinn eines bedeutenden Titels. Ein Blick auf die Transferpolitik des Clubs lässt erahnen, wo die Gründe liegen.

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Der Trainerstuhl beim Hamburger SV gleicht seit jeher einem Schleudersitz. Über 30 Übungsleiter haben sich seit 1963 beim HSV versucht. Alle Coaches im Überblick.

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Rudi Kargus: Der Elfmeter-Töter mit dem Pinsel

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Torwart Frank Rost © Witters
 
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In 426 Bundesligaspielen für Bremen, Schalke und Hamburg hat der Torwart einiges erlebt.

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