Die Sensation ist perfekt: Der HSV schlägt 1983 Juventus Turin und ist Europacup-Sieger. Horst Hrubesch und Ditmar Jakobs drehen mit dem Pokal eine Ehrenrunde.
Der Weg zum Europapokal-Erfolg beginnt in Ost-Berlin gegen den BFC Dynamo. Unter den Augen von DDR-Staatschef Erich Honecker stellen sich Manager Günter Netzer (l.) und Trainer Ernst Happel (2.v.l.) den Fragen der Journalisten.
Im Hinspiel trennen sich die Kontrahenten in Berlin 1:1, in der zweiten Partie setzt sich der HSV mit 2:0 durch und zieht ins Achtelfinale ein.
Thomas von Heesen (nicht im Bild) sorgt gegen den griechischen Meister Olympiakos Piräus für den 1:0-Sieg in der ersten Partie. Das Rückspiel in Athen gewinnen die Norddeutschen klar mit 4:0.
Gegner im Viertelfinale ist Dynamo Kiew. Schon im Hinspiel sorgt der HSV für klare Verhältnisse: 3:0 gewinnt er beim Meister der UdSSR. Das 1:2 in der zweiten Partie kann die Happel-Elf verschmerzen.
In der Runde der letzten Vier trifft der HSV auf Spaniens Meister Real Sociedad San Sebastian. Im Baskenland erkämpft sich der HSV ein 1:1.
Das Rückspiel wird zur Zitterpartie. Der spätere Barcelona-Star José Maria Bakero gleicht in der 79. Minute die Führung von Jakobs aus. Von Heesen (r.) schießt die Hamburger schließlich mit seinem Treffer in der 82. Minute ins Endspiel.
Athen, 25. Mai 1983: HSV-Kapitän Horst Hrubesch (2.v.l.) und Juventus-Spielführer Dino Zoff (r.) bei der Seitenwahl vor dem Anpfiff des Endspiels im Europacup der Landesmeister.
Nach acht Minuten steht es in Athen 0:0, dann schnappt Felix Magath (l.) den Ball.
Mit seinem platzierten Schuss lässt der Hamburger Kapitän (M.) Torwart-Legende Zoff keine Chance. Der Außenseiter führt mit 1:0.
HSV-Keeper Uli Stein bejubelt das Traumtor von Magath. Die Hamburger Nummer eins wird später in den Blickpunkt rücken und einen großen Anteil am Triumph von Athen haben.
Eigentlich bevorzugt Happel die Raumdeckung. Turins Superstar Michel Platini (l.) erhält jedoch Sonderbewachung. Hier stoppt Holger Hieronymus den Franzosen.
Auch Hrubesch (M.) kann sich immer wieder gegen die Abwehr der Italiener in Szene setzen.
Und wenn Juventus doch einmal vor das Hamburger Tor kommt, ist Keeper Stein zur Stelle.
Die Enttäuschung steht den Turinern ins Gesicht geschrieben. Der Favorit, der mit sechs amtierenden Weltmeistern angetreten war, ist geschlagen.
Kapitän Hrubesch lässt den Pokal nicht mehr aus den Augen, auch nicht beim Rückflug aus Athen.
Am Hamburger Flughafen warten die Fans auf ihre Lieblinge. Wer Glück hat, darf selbst einmal Hand an den begehrten Cup anlegen.
Drei Männer, zwei Pokale: Happel, Thomas von Heesen und Hrubesch (v.l.) präsentieren ihren Fans die Meisterschale und den Europacup.
Auch Hamburgs Erster Bürgermeister Klaus von Dohnanyi (r.) lässt sich die Gelegenheit zum Gratulieren nicht entgehen.
Das Mannschaftsfoto für die Saison 1983/1984 schmücken zwei Pokale. Seine Erfolge kann der HSV allerdings nicht wiederholen.