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Szabolcs Huszti (3.v.l) bejubelt seinen Treffer Lars Stindl (l.), Leon Andreasen und Konstantin Rausch (r). © dpa-bildfunk Fotograf: Peter Steffen
 

Hannover 96: Auf und Ab des Traditionsclubs

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Uwe Seeler mit HSV-Fahne © dpa
 

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"Wir hatten uns eine schöne Reise gewünscht"

von Birgit Reichardt

Europapokal 1992/93: Bremens Marco Bode (l.) köpft den Ball auf das Tor von Hannovers Keeper Jörg Sievers (3.v.l.). Ganz rechts im Bild: Jörg Uwe Klütz. © imago Fotograf: imago Detailansicht des Bildes Mehr als beachtlich schlug sich Zweitligist Hannover 96 gegen Titelverteidiger Werder Bremen. Liverpool, Real Madrid oder ein italienischer Club - "wir hatten auf einen richtigen Knaller gehofft und wir wollten ins Ausland reisen", erinnert sich Jörg Uwe Klütz, ehemaliger Abwehrspieler von Hannover 96. Nachdem der damalige Zweitligist 1992 überraschend den DFB Pokal gewonnen und sich damit die Teilnahme am europäischen Wettbewerb gesichert hatte, blickte die Mannschaft erwartungsfroh der Auslosung entgegen. Was dann kam "war bitter", sagt Klütz im Gespräch mit NDR.de, "kurios" meint der damalige Torwart Jörg Sievers. Und auch der Trainer der 96er, Eberhard Vogel, stimmt mit ein: "Für mich war das eine Enttäuschung." Hannover 96 reiste im Europapokal der Pokalsieger gerade einmal über die Landesgrenze zum einzigen anderen teilnehmenden deutschen Club: Werder Bremen.

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Europapokal 1992/93, 1. Runde, Hinspiel: Bremens Marco Bode (2.v.l.) schießt aufs Tor, Klaus Allofs (2.v.r.) schaut ebenso zu wie Hannovers Axel Sundermann (r.). © imago Fotograf: imago
 
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Ausgerechnet Werder Bremen! Als Zweitligist Hannover 96 überraschend DFB Pokal-Sieger wird, hofft der Verein auf ein großes Los. Das führt schließlich ins Weserstadion.

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Ausgerechnet zum Titelverteidiger

Die angestrebte "schöne Reise", wie Sievers sie sich nach eigenen Angaben erhofft hatte, blieb dem Zweitligisten aus Niedersachsen also versagt, ein sportlicher Knaller war Werder Bremen aber durchaus. Zum Leidwesen von Trainer Vogel, der sich als Alternative zu einer internationalen Größe dann schon lieber einen kleineren, schlagbaren Gegner gewünscht hätte. "Es waren ja viele Mannschaften zum ersten Mal dabei", so Vogel zu NDR.de. Werder Bremen dagegen war Titelverteidiger und "sportlich eine der Top-Mannschaften in Europa, von daher war der Ausgang ja schon fast klar", erklärt Sievers. Die Bremer Spieler hatten alle internationales Format - wie der Neuseeländer Wynton Rufer oder der Norweger Rune Bratseth, ergänzt Klütz.

"Für mich als Ossi eine Riesensache"

Vogel, der das Traineramt in Hannover erst nach dem DFB-Pokalsieg und der europäischen Qualifikation von Michael Lorkowski übernommen hatte, konnte dem Duell mit Werder Bremen dann aber doch noch einiges abgewinnen. Der 74-fache Nationalspieler der DDR, WM- und Olympia-Teilnehmer spürte "ein Kribbeln im Bauch", als er das Weserstadion betrat: "Für mich als Ossi war das eine Riesensache in diesem Stadion gegen Werder Bremen zu spielen - auch für Hannover 96. Das bleibt für immer in Erinnerung."

"Es war auf Messers Schneide"

Und auch der Auftritt auf internationaler Bühne blieb dem ein oder anderen in Erinnerung. Das Hinspiel ging mit 1:3 verloren - am 30. September 1992 im eigenen Stadion waren die Niedersachsen aber ganz nah dran an einer Überraschung. "Es war auf Messers Schneide", erinnert sich Sievers, "ein Kampf auf Augenhöhe", so Klütz, "wir haben eine wirklich gute Leistung gebracht", lobt Trainer Vogel. Trotz eines 2:1-Erfolgs im Rückspiel schied der Außenseiter dann doch gegen den von Otto Rehhagel trainierten Titelverteidiger Werder Bremen aus.

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Jubelnde Spieler von Hannover 96 © dpa - Bildfunk Fotograf: Peter Steffen
 
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