Andreas Dibowski

Kurz-Bio Andreas Dibowski
RubrikDaten
Geburtsdatum:29. März 1966
Geburtsort:Hamburg
Disziplin:Vielseitigkeit
Ausbildung:Pferdewirtschaftsmeister
Nationalitätdeutsch
Größte Erfolge:Olympische Spiele: Gold/Mannschaft 2008, 4. Platz/Mannschaft 2000, 2004; Europameisterschaften: 4. Platz/Mannschaft 1997, 5. Platz/Mannschaft 2001, 7. Platz/Einzel 2005; Deutsche Meisterschaften: Silber 2006, Bronze 2005, Weltranglistenerster 2000, 2007, 2010; 2. Rang in der Weltcupwertung 2002; 2011 Sieg in Luhmühlen
AutogrammadresseIrenenhof, Hörpeler Weg 4a, 21272 Döhle
Homepagewww.dibo-online.de

Andreas Dibowski © picture-aliance Detailansicht des Bildes Obwohl Andreas Dibowski im Mai 2007 den Triumph beim legendären Vielseitigkeits-Klassiker im englischen Badminton um Haaresbreite verpasste, hatte der damals 41 Jahre alte Buschreiter aus Döhle (Niedersachsen) allen Grund zum Jubeln. Sein Silberrang hinter Siegerin Lucinda Fredericks brachte ihm nämlich genug Punkte ein, um in der Weltrangliste zum zweiten Mal nach 2000 den ersten Platz zu erobern. Ein Riesenerfolg für den gebürtigen Hamburger, der bereits seit mehr als einem Jahrzehnt der internationalen Vielseitigkeits-Elite angehört. Mit seinem Erfolgspferd Little Lemon feierte Dibowski viele Siege. Dementsprechend traurig war "Dibo", als Little Lemon Ende 2008 vollkommen unerwartet starb: "Das war ein Schock für uns alle."

Olympisches Mannschaftsgold in Peking

Trotzdem wird er das Jahr 2008 in guter Erinnerung behalten. Bei den Olympischen Spielen in Peking gewann die langjährige deutsche Nummer eins im Turnierzirkus mit der schwarz-rot-goldenen Equipe Mannschaftsgold und konnte endlich seine Rolle als Pechvogel bei Großereignissen ablegen. Sowohl in Sydney 2000 als auch in Athen 2004 hattte er mit dem Team den undankbaren vierten Platz belegt. Bitter war vor allem die zweite "Holzmedaille", da Deutschland zuerst Gold gewonnen hatte, aufgrund der nachträglichen Disqualifikation von Bettina Hoy aber zurückgestuft wurde. Der Olympiasieg war eine Genugtuung für Dibowski, der auf internationalem Parkett einige Tiefschläge zu verdauen hatte. So zum Beispiel bei der WM 2006 in Aachen: Nach einer starken Dressur hatte der Nindorfer klar auf Medaillenkurs gelegen, ehe sein Paradepferd Serve Well im Gelände einmal überraschend verweigerte. Der für das Einzel nominierte deutsche Vizemeister landete auf dem 21. Platz, während die Mannschaft ohne ihn die Goldmedaille holte.

Entscheidung für die Vielseitigkeit erst mit 17 Jahren

Die Pokal- und Schleifensammlung des Wahl-Niedersachsen kann sich aber nicht erst seit dem Olympia-Erfolg sehen lassen. Unter anderem hat er bereits die internationalen Top-Veranstaltungen in Boekelo, Cavertitz, Kreuth, Waregem, Strzegom und Bonn-Rodderberg, Aachen und Pau gewonnen. Außerdem ist "Dibo" als Trainer sehr begehrt: In der Turnierpause von November bis März bietet der Weltranglistenerste Lehrgänge und Ausbildungsseminare an. Mit diesem Profimodell schlug er einen in Deutschland neuen Weg ein - und ist zugleich eine wichtige Stütze der Nachwuchsförderung. Dass in der Vielseitigkeit die Talente manchmal erst spät entdeckt werden, hat Dibowski übrigens am eigenen Leib erfahren: Erst mit 17 Jahren entschied er sich für eine Buschreiter-Laufbahn - sieben Jahre, nachdem er mit "Butschi" sein erstes Ponyrennen gewonnen hatte.

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