Ahlmann triumphiert bei German Classics in Hannover

Christian Ahlmann auf Taloubet © dpa Detailansicht des Bildes Mit neuem Pferd ganz vorn: Christian Ahlmann. Mit dem Pferd seiner Freundin hat Christian Ahlmann den deutschen Hattrick bei den German Classics perfekt gemacht. Der Springreiter aus Marl feierte am Sonntag den Sieg im Großen Preis von Hannover mit dem erst neunjährigen Hengst Taloubet in 39,86 Sekunden vor Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit Gotha (39,94). Nach Otto Becker und Marcus Ehning ist Ahlmann der dritte heimische Reiter hintereinander, der den Höhepunkt bei Norddeutschlands größtem Hallenturnier gewinnen konnte. In der Riders Tour schob sich Ahlmann durch den Triumph auf Rang zwei hinter dem in Hannover achtplatzierten Gilbert Böckmann (Lastrup), der in der bedeutenden Serie die alleinige Führung übernahm. Der zuvor führende Marcus Ehning (Borken) patzte in der niedersächsischen Landeshauptstadt mit Sandro Boy und ist nun Vierter.

Europameister Staut stürzt

"Es ist ein unglaubliches Pferd. Ich bin froh, dass ich es reiten darf", schwärmte Ahlmann im Sportclub live des NDR Fernsehens von Taloubet. Der oft ungestüme Hengst gehört seiner belgischen Freundin Judy-Ann Melchior, die ihn vor wenigen Wochen an den 34-Jährigen übergeben hatte. "Dass ich hier schon mit ihm gewinne, damit hätte ich selbst nicht gerechnet", bekannte Ahlmann. Vierter hinter dem Schweden Rolf-Göran Bengtsson mit Ninja (40,47) wurde Lars Nieberg (Homberg) mit Levito (40,90). Enttäuschend verliefen die German Classics für Europameister Kevin Staut. Acht Wochen nach seinem Titelgewinn in Windsor stürzte der Franzose mit Kraque Boom, Pferd und Reiter blieben unversehrt.

Spannender Schlussspurt in der Riders Tour

Ludger Beerbaum mit Gotha © dpa Detailansicht des Bildes Wurde Zweiter: Ludger Beerbaum. Für Ahlmann war es der erste Sieg in einem wichtigen Großen Preis nach dem Doping-Fall bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr. "Das war auf diesem Niveau sicher der wichtigste Sieg seit langer Zeit", so der Reiter, der wegen des positiven Dopingbefundes bei seinem Pferd Cöster während der Spiele in Hongkong noch für knapp ein Jahr für sämtliche Nationalteams gesperrt ist. Ahlmann hat nun auch die Chance, die Riders Tour zu gewinnen. Böckmann hat 41 Punkte auf dem Konto, doch Ahlmann (37) liegt ebenso knapp dahinter wie Beerbaum (36). Auch Ehning, der in Hannover durch zwei Abwürfe nur auf Rang 22 landete und im Gegensatz zu Böckmann keine Punkte sammeln konnte, besitzt mit 33 Zählern noch die Chance zum Riders-Tour-Sieg. Die Entscheidung fällt Ende Dezember in München.

Ahlmann auch im Championat vorn

Am Vorabend hatte Ahlmann auch die zweitwichtigste Prüfung des Turniers gewonnen. Der ehemalige Europameister setzte sich im Championat von Hannover mit Sebastian durch. Hinter dem Marler, der mit seinem Wallach im Stechen 33,74 Sekunden benötigte, kam Markus Renzel (Oer-Erkenschwick) mit Conally (33,79) auf den zweiten Rang. Dahinter lagen Ehning mit Plot Blue (33,89) und Böckmann mit Can fly (34,19).

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