Stand: 18.07.2010 17:50 Uhr
Buzzword gewinnt Deutsches Derby in Hamburg
Buzzword gewinnt vor Zazou das Derby in Hamburg.
Buzzword hat am Sonntag als erstes ausländisches Pferd das Deutsche Derby auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn gewonnen. Der dreijährige Hengst aus dem mächtigen Godolphin-Imperium (Dubai) setzte sich nach 2.400 Metern unter Jockey Royston Ffrench als 188:10-Außenseiter vor Zazou mit Olivier Peslier im Sattel durch. "Es war am Ende ein sehr leichter Sieg, er hat sich auch toll gestreckt, als Zazou neben mir auftauchte", sagte der siegreiche Jockey nach dem Rennen. Rang drei ging nach Protest der Rennleitung an Russian Tango (Jozef Bojko), der von dem Norweger Sir Lando auf der Zielgeraden behindert worden war. Favorit Monterosso belegte nur den siebten Platz.
Rekorde, Triumphe und Kuriositäten
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Erster ausländischer Sieger: Buzzword aus dem mächtigen Godolphin-Imperium (Dubai) setzt sich 2010 unter Jockey Royston Ffrench als 188:10-Außenseiter durch.
2009 gewinnt der Hengst Wiener Walzer das 140. Deutsche Derby. Jockey Fredrik Johansson strahlt anschließend über das ganze Gesicht. Es ist bereits der 18. Derby-Sieg für das Gestüt Schlenderhan, der erste Triumph in Horn datiert aus dem Jahr 1908. Kein anderer Besitzer hat in Hamburg öfter gewonnen.
2008 treibt Andrasch Starke den Hengst Kamsin als erstes der 16 gestarteten Pferde über die Ziellinie und beschert dem Stall Blankenese den dritten Sieg in den 2000er-Jahren. Für den Jockey ist es der fünfte Triumph in Horn innerhalb von zehn Jahren. Erfolgreichster Jockey in Hamburg ist Gerhard Streit mit insgesamt acht Derby-Siegen zwischen 1938 und 1961.
2007 holt Adlerflug das Blaue Band. Es ist der 17. Triumph eines Pferdes aus dem Gestüt Schlenderhan - und der erste für den erfolgreichen Besitzer nach einer langen Durststrecke. Zuletzt hatte sich 1976 mit Stuyvesant ein Galopper aus dem Gestüt durchsetzen können. Nicht nur bei Jockey Fredrik Johansson (r.) ist die Freude groß, sondern auch bei Georg Baron von Ullmann.
Im mit 400.000 Euro dotierten 137. Deutschen Derby 2006 siegt Schiaparelli vor Dickens und Oriental Tiger. Im Sattel: Erfolgsjockey Andrasch Starke. Schiaparelli ist der Bruder von Samum, dem Derby-Sieger 2000.
Nur zwölf Pferde sind 2005 am Start, als Nicaron mit Jockey David Bonilla siegt. 119:10 zählen für den, der auf den Triumph für den Stall Nizza gesetzt hat.
Wie der Wind saust Shirocco mit Jockey Andreas Suborics 2004 zum Derby-Sieg. Auf schwerem Geläuf verweist das Duo die Konkurrenten Malinas und Omikron auf die Plätze zwei und drei.
Für die 2.400 m lange Strecke benötigt der Hengst Dai Jin mit Olivier Peslier beim Derbysieg 2003 2:33,4 Minuten. Peslier, der Superstar unter den französischen Jockeys, verbuchte auch den letzten Stutensieg beim Derby in Horn: 1997 gewann er mit Borgia vom Gestüt Ammerland.
Favoritensieg im Jahr 2002: Wer auf Next Desert und Jockey Andrasch Starke wettet, bekommt seinen Einsatz mit der Quote 36:10 zurück.
Boreal triumphiert am 1. Juli 2001 in Horn. Mit John Reid im Sattel ist er im mit 800.000 Euro dotierten Rennen schneller als Lierac (Jiri Palik) und Near Honor (Jozef Bojko).
2000 ist das Jahr mit der höchsten Dotierung (1.382.200 Mark) im Deutschen Derby. Es siegt Andrasch Starke im Sattel von Samum. Für den Stall Blankenese ist es der Auftakt einer erfolgreichen Dekade: Mit Schiaparelli (2006) und dem Samum-Sohn Kamsin (2008) folgen in den nächsten Jahren zwei weitere Derbytreffer.
Die schnellste Derby-Zeit: 1999 benötigt Belenus, der Hengst vom Turf Syndikat 99, 2:25,1 Minuten für die 2.400-m-Distanz. Das langsamste Derby gab es 1927. Das Rennen ging als "Sumpf-Derby" in die Geschichte ein. Im tiefen Morast nach wolkenbruchartigem Regen erreichte Mah Jong nach 3:30,2 Minuten das Ziel.
Die höchste Siegquote (608:10) im Derby gibt es 1982. Der deutsche Kultjockey Erwin Schindler feiert einen sensationellen Außenseitersieg mit Ako. Der im Besitz der 17-jährigen Stefani Seiler (r.) befindliche Hengst bringt eine Gewinnsumme von 444.700 Mark ein.
Erster ausländischer Sieger: Buzzword aus dem mächtigen Godolphin-Imperium (Dubai) setzt sich 2010 unter Jockey Royston Ffrench als 188:10-Außenseiter durch.
300.000 Euro Prämie für den Sieger
Buzzword kassierte in dem mit 780.00 Euro dotierten Rennen als Siegprämie 300.000 Euro. Hinzu kommen Besitzer- und Züchterprämien. Scheich Mohammed Al Maktoum, Herrscher von Dubai und Buzzword-Besitzer, hatte eine Nachnennungsgebühr von 50.000 Euro gezahlt, um sein Pferd in Hamburg starten zu lassen. Buzzword ist hart und beständig, ein großer Steher. Scheich Mohammed unterstützt den deutschen Rennsport seit Jahren, es ist für ihn eine große Freude, als erster Ausländer das Deutsche Derby gewonnen zu haben", sagte Godolphin-Managerin Diana Cooper.