Stand: 01.11.2015 12:43 Uhr

Zukunftsrat ist gegen Olympia-Bewerbung

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Der Zukunftsrat ist sich nicht sicher, wie nachhaltig Olympische Spiele in Hamburg wirklich werden würden.

Der Zukunftsrat Hamburg hat sich gegen ein Ja für die Bewerbung um die Olympischen Spiele ausgesprochen. "Aus Sicht des Ressourcen-, Klima- und Naturschutzes können Olympische Spiele nicht nachhaltig sein", heißt es in einem Positionspapier, das am Sonntag bekannt wurde. Angesichts der Unsicherheiten und großen Risiken seien die Bedingungen für eine positive Abstimmung für den Rat nicht erfüllt. Hamburg könnte die ökologischen und sozialen Schäden und Risiken zwar so gering wie möglich halten. Aber, so heißt es weiter, nach dem derzeitigen Stand der Planung bleiben Zweifel, dass dies auch umgesetzt werde. Nach Ansicht des Zukunftsrates ist noch unklar, "wie eine Beteiligung der Zivilgesellschaft an den Entscheidungsprozessen tatsächlich sein wird." Daher reiche eine Vereinbarung "für die Abstimmung ein 'Ja' zu empfehlen" nicht aus. Außerdem lägen wichtige Informationen derzeit noch nicht vor.

Absichtserklärung für Nachhaltigkeit wurde unterzeichnet

Am 20. Oktober hatten der rot-grüne Senat, Zukunftsrat, der Naturschutzbund NABU und der Deutsche Olympische Sportbund eine Absichtserklärung für Nachhaltigkeit unterzeichnet. Sollte Hamburg den Zuschlag für die Olympischen Spiele 2024 bekommen, wollen sie eng zusammenarbeiten, um eine ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit der Spiele sicherzustellen. Die Umweltschutzorganisation BUND hatte sich nicht beteiligt und empfohlen, die Bewerbung abzulehnen.

Am 29. November stimmen die Hamburger über die Bewerbung der Hansestadt für die Spiele 2024 ab. Die Abstimmung per Briefwahl läuft bereits.

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