Stand: 27.10.2015 14:53 Uhr

Hamburgs Top-Vereine werben für Olympia

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Schulterschluss der Top-Vereine: Bei ihren Heimspielen am Wochenende werben Hamburgs Sportler für ein Ja beim Olympia-Referendum.

Hamburgs Sportvereine sind Feuer und Flamme für Olympia. Unter dem Motto "Gemeinsam für Spiele, die zum Vorbild werden" sollen die Heimspiele des kommenden Wochenendes zu einer Werbung für Olympische und Paralympische Spiele 2024 in der Hansestadt werden. Vier Wochen vor dem entscheidenden Referendum der Hamburger Bürgerinnen und Bürger am 29. November beteiligen sich unter anderem die Eishockey-Profis der Hamburg Freezers, die Rollstuhlbasketballerinnen der BG Baskets, die Basketballer der Hamburg Towers, die Volleyball-Frauen von VT Aurubis und die Handballerinnen des Buxtehuder SV, wenn es gilt, für ein Ja der Hamburgerinnen und Hamburger bei der Befragung der 1,3 Millionen Wahlberechtigten zu trommeln.

HSV gegen HSV im Zeichen von Olympia

Mit dabei sind auch die Bundesliga-Fußballer des Hamburger SV. Das Nordderby gegen Hannover 96 am Sonntag (17.30 Uhr/im Livecenter bei NDR.de) im Volksparkstadion steht ganz im Zeichen von Olympia. Zumindest vor dem Spiel, wenn beide Mannschaft durch ein Spalier in speziellem Olympia-Outfit auf den Rasen laufen und die Fans mit 25.000 Fähnchen den stimmungsvollen Rahmen auf der Tribüne liefern. "Vielen Dank an Hannover 96, dass sie mitmachen", sagte HSV-Clubchef Dietmar Beiersdorfer, der wie die Kollegen der anderen Vereine am Dienstag bei der Vorstellung der Aktion im Haus des Hamburger Sportbundes die "einmalige Chance der Stadt und ihrer Bürger" betonte, gemeinsam etwas Großartiges zu erleben.

Spiele am Wasser: Hamburgs Olympia-Plan

Beiersdorfer betont Nutzen für den Breitensport

Die Clubs und ihre Verantwortlichen machen sich stark für die Bewerbung Hamburgs gegen die starke Konkurrenz aus Los Angeles, Paris, Rom und Budapest, die Mitte 2017 vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) entschieden wird. Towers-Sportchef Marvin Willoughby sagte, es gehe jetzt darum, möglichst viele Hamburger zu erreichen und zu demonstrieren, "dass wir für die Olympischen Spiele sind". Beiersdorfer betonte vor allem auch den Nutzen für den Breitensport. Und HSV-Trainer Bruno Labbadia "fasziniert" schlichtweg das gelungene Konzept: "Entscheidend ist, dass es zu finanzieren ist."

"Feuer und Flamme"-Emblem vor dem Erlöschen

Hannover 96 die Aktion schmackhaft zu machen, sei überhaupt kein Problem gewesen, meinte Beiersdorfer. Die niedersächsische Landeshauptstadt ist als Standort olympischer Wettbewerbe eingeplant, macht sozusagen auch Werbung in eigener Sache. Das könnte auch Werder Bremen, das am Tag vor dem Referendum am 28. November Gastgeber des großen Nordderbys ist. Ob das aber bei der bekannten Rivalität beider Clubs realistisch ist? "Wohl eher nicht", sagte der frühere Werder-Profi Beiersdorfer im Gespräch mit NDR.de und grinste ob der ungewöhnlichen Vorstellung.

Es könnte indes die letzte Gelegenheit sein für eine Aktion unter dem "Feuer und Flamme"-Emblem. Denn nur noch bis zum Referendum erlaubt das IOC Hamburg die Werbung mit der rot-blauen Feuerwelle. Eine neue Grafik ist in Arbeit. Vorstellung folgt - wenn die Hamburger Olympia denn wollen.

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