Stand: 31.05.2015 11:54 Uhr

Gegner der Olympia-Bewerbung gehen auf die Straße

Bild vergrößern
Gegner der Olympia-Bewerbung demonstrierten am Sonnabend in Wilhelmsburg.

Mehrere Hundert Menschen haben am Sonnabend im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg gegen die Olympia-Bewerbung der Hansestadt protestiert. Rund 300 Demonstranten beteiligten sich nach Polizeiangaben vom Sonntag an dem Protestzug. Auf Transparenten stand beispielsweise "Olympia-Wahnsinn stoppen" oder "Nolympia - weil Hamburg nur verlieren kann". Die Kritiker der Bewerbung befürchten unter anderem eine Kostenexplosion, Verdrängung einkommensschwacher Bewohner aus betroffenen Stadtteilen und überzogene Sicherheitsmaßnahmen. Die Veranstaltung verlief nach Polizeiangaben ohne Zwischenfälle.

Bürger sollen über Olympia-Bewerbung abstimmen

Erst am Donnerstag hatte die Hamburgische Bürgerschaft den Weg für das geplante Olympia-Referendum freigemacht. Dafür änderte das Parlament mit großer Mehrheit die Verfassung der Hansestadt. Auf Anregung oder mit Zustimmung des Senats kann die Bürgerschaft künftig mit Zwei-Drittel-Mehrheit ein sogenanntes Bürgerschaftsreferendum auch zu anderen wichtigen Themen beschließen. Bereits Ende November sollen die Hamburger über die Bewerbung für Olympia 2024 abstimmen.

Weitere Informationen

Olympia in Hamburg: Aus der Traum

Hamburg wollte als deutscher Bewerber ins Rennen um die Olympischen Spiele 2024 gehen. Doch das Referendum scheiterte. Hintergründe und Meldungen: mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 30.05.2015 | 16:00 Uhr