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Rudern

Deutschlandachter verpasst Sieg beim Kanal Cup

Der Deutschlandachter beim Kanal Cup © dpa Detailansicht des Bildes Diesmal auf Platz zwei: der Deutschlandachter. Die Siegesserie des Deutschlandachters ist ausgerechnet bei der Jubiläumsausgabe des Kanal Cups gerissen. Beim zehnten Ruder-Marathon auf dem Nord-Ostsee-Kanal musste sich der Weltmeister dem neu zusammengestellten Boot Großbritannien II klar beugen. Beim längsten Ruderrennen der Welt über 12,7 Kilometer von Breiholz zur Rendsburger Hochbrücke hatte das seit den Olympischen Spielen 2008 ungeschlagene Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) im Ziel 18 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Erst zum dritten Mal in der Geschichte des prestigeträchtigen Rennens setzte sich ein ausländisches Boot durch. Dritter wurde Großbritannien I vor dem deutschen Junioren-Weltmeisterboot und den USA.

"England der absolute Weltmaßstab"

"Es war der Tag der Engländer", sagte Trainer Ralf Holtmeyer: "Es gibt keinen Verband, der sich so professionell auf die Olympischen Spiele 2012 vorbereitet wie der englische. Von den aktuellen Rahmenbedingungen her sind wir unterlegen. England ist der absolute Weltmaßstab." Das mit Weltmeistern und Olympiasiegern gespickte Siegerboot wurde in dieser Besetzung speziell für dieses Rennen zusammengestellt. Im Hinblick auf die viel kürzere Olympiastrecke (2.000 m) ist Holtmeyer dennoch optimistisch: "Wir sind eher schnell, nicht die Ausdauertypen."

Durch Berührung der Ruderblätter aus dem Rhythmus

Holtmeyer hatte kurzfristig noch eine Umbesetzung im Boot aus dem Stützpunkt in Dortmund vorgenommen. Für Sebastian Schmidt (Mainz) war Gregor Hauffe (Leverkusen) auf die Schlagposition gerückt. Hauffe hatte bereits 2008 den Deutschlandachter zum Sieg beim Kanal Cup geführt. "Dass wir verloren haben, hatte aber nichts mit der Umbesetzung zu tun", betonte Holtmeyer. Das deutsche Boot erwischte zwar den besseren Start, musste nach einem Viertel der Strecke aber die Briten vorbeiziehen lassen. Im Kampf um die Ideallinie kam es zu einer Berührung der Ruderblätter. "Das hat uns aus dem Rhythmus gebracht und es hat lange gedauert, bis wir ihn wieder hatten. Das war nicht ganz fair von den Briten", sagte der Berliner Steuermann Martin Sauer. Von Beginn an chancenlos war der deutsche U23-Achter bei seiner Premiere auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Schon kurz nach dem Start kam es zu einer Kollision mit den USA, bei der ein deutscher Ruderer kurzfristig seinen Riemen verlor.

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