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Das schnelle Elitefeld - und ganz links im roten Trikot der schnellste Läufer von Hannover: Lusapho April.
Der Südafrikaner Lusapho April hat die 21. Auflage des Hannover-Marathons gewonnen und damit die seit 2003 andauernde Dominanz der Kenianer in der niedersächsischen Landeshauptstadt beendet. Der 28-Jährige setzte sich am Sonntag in der persönlichen Bestzeit von 2:09:25 Stunden souverän vor dem Kenianer Peter Kurui durch, der 2:09:35 Stunden für die 42,195 Kilometer benötigte. "Das ist der größte Erfolg meiner Karriere, ich bin sehr dankbar", jubelte April, der sich mit dem ersten Sieg seiner Laufbahn bei seinem dritten Start in Hannover einen Traum erfüllte. Gemeinsam mit Kurui hatte er sich mehrere Kilometer vor dem Ziel von der Spitzengruppe absetzen können und siegte letztlich ohne Mühe, auch wenn der Streckenrekord von 2:08:52 Stunden aus dem Vorjahr bei sommerlichen Temperaturen nicht in Gefahr geriet. Dritter wurde Kurnis Landsmann Amos Matui in 2:10:07 Stunden.
Bei den Frauen siegte die Kenianerin Georgina Rono in der Streckenrekordzeit von 2:31:19 Stunden vor ihrer Landsfrau Irene Kwambai (2:33:09) und Emma Quaglia aus Italien (2:33:23). Einen hervorragenden fünften Rang belegte Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt). Die Tochter von Katrin Dörre-Heinig, die bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul Marathon-Bronze gewann, hatte eine Zeit um 2:40 Stunden angepeilt und kam mit persönlicher Bestzeit von 2:42:10 Stunden ins Ziel. "Ich wäre gerne schneller gelaufen und hätte das auch geschafft. Aber bei Kilometer 39 konnte ich vom einen auf den anderen Augenblick nicht mehr auftreten", sagte die 21-Jährige, die sich bei ihrem zweiten Marathon trotz Fußverletzung tapfer durchgekämpft hatte.
Niedersächsischer Meister wurde René Jäger (Garbsener SC) in 2:39:19 Stunden. Ihm folgten Stefan Lemcke (Marathonclub Walsrode/2:41:51) und Andreas Kramer (TSV Barsinghausen/2:42:20). Bei den Frauen sicherte sich Natalia Quednau (LG Celler Land) in 3:02:31 den Titel. Die Plätze zwei und drei belegten Gwendolyn Mewes (Hannover 96) in 3:08:01 und Hannelore Lyda (LG Hannover/3:27:01).
Über 1.900 Teilnehmer nahmen die klassische Distanz in Angriff.
Die Bedeutung des Hannover-Marathons hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. In diesem Jahr lagen wie schon 2010 über 14.000 Meldungen für das Laufspektakel vor. Die klassische Marathon-Distanz nahmen über 1.900 Teilnehmer in Angriff. Im Vorjahr war die Traditionsveranstaltung in der niedersächsischen Landeshauptstadt der viertschnellste Marathon Deutschlands und wurde von den Aktiven zum zweiten Mal in Folge zum "Aufsteiger des Jahres" unter den Cityläufen gewählt. "Der Marathon in der Landeshauptstadt gehört mittlerweile fest zum Bio-Rhythmus der Hannoveraner und der Niedersachsen", sagte Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD).