Für Jedermänner und Profis beginnt der Wettkampf in Hamburg mit dem Sprung in die Binnenalster. Das Gewässer umfasst eine Fläche von circa 18 Hektar.
Am Rande der "kleinen Alster" befinden sich die Alsterarkaden. Nach dem großen Brand in Hamburg wurde die Ladenpassage 1842/43 erbaut.
Auf der gegenüberliegenden Seite versammeln sich in jedem Jahr mehrere Tausend Menschen, um die Triathleten beim Schwimmen anzufeuern.
Raus aus dem Wasser, rauf aufs Rad. Auf dem Rathausmarkt direkt neben der "kleinen Alster" befindet sich die Wechselzone.
Die Rad- und Laufstrecke der Profis ist ein kompakter Innenstadtkurs, der mehrmals absolviert wird. Dabei passieren die Athleten zunächst den Hauptbahnhof und schließlich die Galerie der Gegenwart, die zur Hamburger Kunsthalle gehört.
Nach der Kunsthalle folgt ein leichter Anstieg und die Überquerung der Lombardsbrücke. 69 Meter lang und 1865 erbaut, markiert sie den alten Verlauf der Stadtbefestigung, die Binnen- und Außenalster trennte.
Auch an Hamburgs schönstem Konzerthaus, der Laeiszhalle, kommen die Triathleten mehrmals vorbei. Benannt ist die ehemalige Musikhalle nach dem Reeder Carl Laeisz, der mit einer großzügigen Spende maßgeblichen Anteil am Bau zwischen 1904 und 1908 hatte.
Besonders stimmungsvoll ist für Profis und Amateure die Passage auf dem Rathausmarkt. Sowohl auf dem Rad...
... als auch laufend kommen die Athleten an den Zuschauern vorbei. Auf dem Rathausmarkt befindet sich auch das Ziel.
Während die Profis die Innenstadt bei ihrem Wettkampf nicht verlassen, absolvieren die Jedermänner eine Strecke entlang der Elbe und der Alster. Zunächst wird die Speicherstadt passiert. Seit 1991 steht der auf Eichenpfählen Ende des 19 Jahrhunderts gebaute Lagerhauskomplex unter Denkmalschutz.
Blickfang gegenüber der Speicherstadt: St. Katharinen ist die älteste der fünf Hauptkirchen in Hamburg und wurde bereits im 13. Jahrhundert erbaut.
Tradition trifft Moderne: Direkt gegenüber der Speicherstadt entsteht auf Hamburgs größter Baustelle die HafenCity. Wahrzeichen des neuen Stadtteils soll die Elbphilharmonie werden. Allerdings verzögert sich die Fertigstellung bereits seit Jahren, auch die Kosten für das Konzerthaus explodieren.
Wie die Marathonläufer im April durchqueren auch die Jedermann-Triathleten die Reeperbahn. Die Straße erhielt ihren Namen von Taumachern und Seilern, den so genannten Reepschlägern, die für die Herstellung von Schiffstauen eine lange, gerade Bahn benötigen. Wo sich an manchen Abenden Hunderttausende vergnügen, herrscht tagsüber eher Tristesse.
Nach der Reeperbahn geht es auf eine andere berühmte Hamburger Straße - die Elbchaussee. In Teufelsbrück befindet sich der Wendepunkt, danach fahren die Athleten wieder entlang der Elbe Richtung Stadtzentrum. Dabei passieren sie den Museumshafen in Övelgönne, ein beliebtes Ausflugsziel.
Und nur wenige Minuten später der nächste Hingucker: die Fischauktionshalle. 1896 wurde die Halle eröffnet, daneben wird bereits seit 1703 Handel getrieben. Auch heute noch ist der Fischmarkt am Sonntag Treffpunkt für Frühaufsteher und Party-Marathonis, die direkt vom Kiez kommen.
Blick auf die St.-Pauli-Landungsbrücken und den Alten Elbtunnel (r.): 1839 wurde hier der erste Schiffsanleger errichtet. Der Elbtunnel verbindet seit 1911 die Landungsbrücken mit Steinwerder. Damals wurde das Bauwerk als technische Sensation gefeiert. Noch heute ist der Tunnel in Betrieb.
Was wäre Hamburg ohne Schiffe? Die Rickmer Rickmers liegt neben der Cap San Diego als Museumsschiff im Hafen. 1896 lief der Dreimaster vom Stapel.
Nach dem zweiten Wechsel gehen die Jedermänner auf die Laufstrecke. Diese führt sie an das Westufer der Außenalster.
Der Alster-Weg ist eine beliebte Strecke für Jogger, manch Triathlet wird hier ein "Heimspiel" haben.
Seit dem 11. September 2001 schwer bewacht und eine Attraktion: das Generalkonsulat der USA, das nicht zufällig an das Weiße Haus in Washington erinnert.
Über den Jungfernstieg (l.) geht es zurück auf den Rathausmarkt und ins Ziel, wo auch die Jedermänner von den Zuschauern gefeiert werden.