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Hamburg-Triathlon

Gomez gnadenlos, Frodeno feiert

Sieger 2010 beim Triathlon in Hamburg: Javier Gomez © dpa Detailansicht des Bildes Sieger 2010 beim Triathlon in Hamburg: Javier Gomez. Javier Gomez hat die neunte Auflage des Hamburg-Triathlon gewonnen. In einem spektakulären Duell mit dem deutschen Olympiasieger Jan Frodeno setzte sich der Spanier auf dem letzten Kilometer entscheidend ab. "Hier vor dieser Kulisse zu gewinnen, ist fantastisch. Ich wusste, dass es Jan sein wird, den es zu schlagen gilt", jubelte Gomez. Frodeno wurde nach 2008 zum zweiten Mal Zweiter am Rathausmarkt. Seinem Ziel, als erster Olympiasieger auch Weltmeister zu werden, ist der 28-Jährige mit seinem zweiten Platz einen großen Schritt näher gekommen. In Abwesenheit des amtierenden Champions Alistair Brownlee übernahm Frodeno die Führung in der WM-Gesamtwertung. Am kommenden Sonntag kommt es in der Olympiastadt London zum Showdown zwischen den beiden Dominatoren der internationalen Triathlon-Szene, die mehr denn je aber auch wieder Gomez fürchten müssen.

 

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Der zweitplatzierte Jan Frodeno (l.) aus Deutschland und der Gewinner Javier Gomez aus Spanien beim Triathlon in Hamburg © dpa
 
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Ein packender Zweikampf an der Spitze, Tausende Jedermänner auf der Strecke: Der Triathlon in Hamburg ist auch 2010 ein Spektakel. Die schönsten Bilder vom Weltcup in der Hansestadt.

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Große Worte, große Taten

Jan Frodeno hatte es angekündigt, nur wenige Minuten vor dem Start des Hamburg-Triathlons: "Ich fühl mich stark, es kann eine gute Schlacht werden." Und der Triathlon-Olympiasieger von 2008 hat seinen Worten Taten folgen lassen: Bereits in der ersten Disziplin gibt sich "Frodo" keine Blöße, hält mit den besten Schwimmern mit und beendet die 1.500 Meter lange Strecke in der Binnenalster als Sechster. Einen noch besseren Start erwischt Maik Petzold: Nach überstandener Verletzung muss der Bautzener nur den Russen Denis Vasiliev und Dmitry Polyansky am Schwimmausstieg des Rathausmarkts den Vortritt lassen.

Ausreißer ohne Chance

Jan Frodeno führt das Feld beim Triathlon in Hamburg an. © Ap Detailansicht des Bildes Jan Frodeno führt das Feld beim Triathlon in Hamburg an. Auf der 40 Kilometer langen Radstrecke findet sich zunächst eine 13-köpfige Spitzengruppe zusammen, in der sich vor allem Frodeno und Petzold ums Tempo bemühen. Doch bereits am Ende der zweiten Radrunde schließt das erste Verfolgerfeld auf die Spitze auf - alle Favoriten sind wieder in einer großen Gruppe vereint. Die folgenden sechs Runden durch die Hamburger Innenstadt sind geprägt von einzelnen Ausreißversuchen: Erst versucht der US-Amerikaner Ben Collins sein Glück, dann der Russe Denis Vasiliev. Er ist es schließlich auch, der sich bis zum Wechsel in die Laufschuhe einen Vorsprung von gut 30 Sekunden auf die Spitzenathleten erkämpft.

Tempo von Anfang an

Goldmedaillengewinner Jan Frodeno © dpa Fotograf: Bernd Thissen Detailansicht des Bildes Hat mit dem zweiten Platz in Hamburg die Führung in der WM-Wertung übernommen: Jan Frodeno. Beim zweiten Wechsel am Rathausmarkt brandet Jubel unter den Tausenden Zuschauern auf: Mit einem Blitzwechsel katapultiert Jan Frodeno sich an die Spitze des Feldes, schießt nach nur wenigen Metern in seinen weiß-goldenen Laufschuhen an Vasiliev vorbei. Doch schnell kristallisiert sich heraus, dass es heute zu einem deutsch-spanischen Duell kommen wird: Javier Gomez und Jan Frodeno liefern sich 30 Minuten lang ein spektakuläres Kopf-an-Kopf-Rennen, das Gomez, Weltmeister von 2008, erst auf den letzten Tausend Metern für sich entscheidet. In 1:43:08 Stunden feiert Gomez seinen ersten Saisonsieg und nach 2006 seinen zweiten Sieg in Hamburg. Jan Frodeno wird mit 16 Sekunden Rückstand zum zweiten Mal in seiner Karriere nach 2008 Zweiter in Hamburg. Komplettiert wird das Podium von dem Briten Tim Don. Zweitbester Deutscher wird Steffen Justus auf Platz acht. Jonathan Zipf beendet das Rennen auf Rang 31., Maik Petzold auf Platz 38 und Christian Prochnow wird 51.

Ergebnisse Hamburg-Triathlon: Die Top Ten

1. Javier Gomez (Spanien) 1:43:07
2. Jan Frodeno (Saarbrücken) 1:43:23
3. Tim Don (Großbritannien) 1:43:57
4. Sven Riederer (Schweiz) 1:44:00
5. Wladimir Turbajeski (Russland) 1:44:03
6. Brad Kahlefeldt (Australien) 1:44:07
7. Jarrod Shoemaker (USA) 1:44:10
8. Steffen Justus (Schramberg) 1:44:11
9. Alexander Brjuchankow (Russland) 1: 44:13
10. Joao Silva (Portugal) 1:44:14

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