Stand: 13.10.2015 12:29 Uhr

Hamburg bekommt die Box-WM 2017

Mit Top-Wettbewerben will Hamburg im Wettrennen um die Olympischen Spiele 2024 punkten - einen ersten Etappensieg hat die Hansestadt dabei errungen: Die Amateurbox-WM 2017 wird in der Elbmetropole ausgetragen. Das hat das Exekutivkomitee des olympischen Weltverbandes AIBA am Dienstag in Doha (Katar) beschlossen. Erstmals seit 1995 (Berlin) sind die wichtigsten Titelkämpfe der Amateurboxer damit wieder an Deutschland vergeben worden. In Taschkent (Usbekistan) und Sotschi (Russland) hatte Hamburg zwei starke Konkurrenten aus Ländern, die als klassische Hochburgen des Boxens gelten. Die WM soll im August 2017 auf dem Messegelände in Halle 4 stattfinden - geplanter Box-Schauplatz für Olympia 2024. Die geplanten Kosten belaufen sich auf 4,37 Millionen Euro. 500 bis 600 Boxer werden erwartet.

"Großer Erfolg für den Hamburger Sport"

"Diese Entscheidung ist ein großer Erfolg für den Hamburger Sport. Einmal mehr hat sich gezeigt, wie wichtig und erfolgversprechende das Konzept kompakter Sport-Großveranstaltungen ist", sagte Hamburgs Innen- und Sportsenator Michael Neumann (SPD) in einer ersten Reaktion: "Wir haben jetzt die große Chance, der Welt im Jahr 2017 zu zeigen, was wir können." Hamburgs Sport-Staatsrat Christoph Holstein hatte die WM-Bewerbung des Deutschen Boxsport-Verbandes (DBV) gemeinsam mit den Geschäftsführern der Olympia-Bewerbungsgesellschaft, Nikolas Hill und Bernhard Schwank, in Doha präsentiert. Der Erfolg wurde umso mehr gefeiert, da Hamburg vor fünf Wochen die Wahl um den Austragungsort der Ruder-Weltmeisterschaften 2019 verloren hatte.

AIBA-Präsident Wu: "Hamburg hat sehr gutes Konzept"

Die AIBA ist der drittgrößte Verband im IOC. "196 Mitgliedsnationen sind ein Riesenpfand. In diesen Ländern wird über Hamburg gesprochen", versicherte DBV-Präsident Jürgen Kyas. AIBA-Präsident Wu Ching-Kuo hatte sich vor drei Wochen persönlich in der Hansestadt informiert und auch die Wilhelmsburger Inselparkhalle besichtigt. Das taiwanesische Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) bezeichnete die Hamburger Olympia-Bewerbung als "sehr gutes Konzept". Die Box-WM 2017 würde der Hansestadt in die Karten spielen: "Solche Veranstaltungen sind wichtig, um internationales Ansehen zu erringen", hatte Wu betont.

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