Die Partie stand für die Baskets Oldenburg schon im Vorfeld unter keinem guten Stern: Wegen eines Schaukühe-Wettbewerbs in der neuen Arena musste das Spiel in der alten, kleinen Halle ausgetragen werden.
Die Stimmung unter den Fans, die eine der rund 3.100 Karten bekommen hatten, war trotzdem sehr gut.
Bamberg wird wegen seiner verrückten Basketball-Fans auch "Freak City" genannt.
Dass da was dran ist, wird bei diesem Bild schnell deutlich.
In der Halle dominierte allerdings eindeutig das Gelb der EWE Baskets.
Mit einem stimmungsvollen Lichtspektakel wurden die Oldenburger Spieler begrüßt.
Auch Oldenburgs Oberbürgermeister Gerd Schwandner war unter den Zuschauern.
Die Partie begann ganz nach dem Geschmack der Oldenburger Fans.
Denn die EWE Baskets begannen furios und führten nach dem ersten Viertel bereits mit acht Punkten.
Bamberg (hier rechts mit Casey Jacobsen) hatte dem Tempo der Oldenburger zunächst nur wenig entgegenzusetzen.
Nach einer knappen Viertelstunde erreichte die Stimmung beim Stand von 38:19 für Oldenburg ihren Höhepunkt.
Bambergs Trainer Chris Fleming wirkte ratlos, doch anscheinend fand er die richtigen Worte an seine Mannschaft.
Die Gäste erhöhten urplötzlich den Druck in der Verteidigung und holten Punkt für Punkt auf.
Innerhalb weniger Minuten drehte sich die Partie: Oldenburg war am Boden und Bamberg obenauf.
Auch die Auszeiten von Oldenburgs Trainer Sebastian Machowski konnten den unerklärlichen Einbruch nicht stoppen.
Bamberg mit Olli-Kahn-Doppelgänger Philipp Neumann wurde immer stärker und siegte am Ende glücklich mit 63:61.
Nach der zweiten knappen Niederlage in Serie schlichen die Oldenburger Spieler mit hängenden Köpfen vom Platz.
Die gelben Schuhe haben Oldenburgs Topstar Julius Jenkins diesmal kein Glück gebracht.
Die Brose Baskets Bamberg brauchen jetzt nur noch einen Sieg zur vierten Deutschen Meisterschaft in Serie.