Stand: 12.08.2015 09:12 Uhr

Supercup: Zwei NBA-Stars zu Gast bei Freunden

von Christian Jeß, NDR.de

Bazoumana Koné erinnert sich noch gut an seine erste Begegnung mit seinem Freund, dem NBA-Star: "Ich habe Dennis vor neun Jahren auf einem Auswahl-Turnier in Hamburg kennengelernt. Da waren wir zwölf", erzählt der Basketballer der Hamburg Towers. Es sollten viele weitere Treffen folgen zwischen Bazoumana, den alle nur Bazou nennen, und einem gewissen Dennis Schröder, der sich inzwischen bei den Atlanta Hawks einen Namen in der besten Basketballliga der Welt gemacht hat. Spätestens, als sie 2010 und 2011 Seite an Seite bei den Junior Phantoms in Braunschweig auf Korbjagd gingen, wurden aus den beiden Jungs mit afrikanischen Wurzeln ziemlich beste Freunde.

Nowitzki und Schröder im Inselpark

Auftritt im "Spielzimmer" des Freundes

Vom 21. bis 23. August 2015 nun ist Schröder zu Gast in Konés "Spielzimmer". Dann tritt die deutsche Nationalmannschaft in der EM-Vorbereitung mit ihrem neuen Hoffnungsträger beim Supercup in Hamburg-Wilhelmsburg gegen Polen, Lettland und die Türkei an. Der gebürtige Braunschweiger wird dann auf der Elbhalbinsel statt vor 15.000 bis 20.000 Zuschauern wie in der NBA vor 3.400 Fans in der Inselparkhalle wirbeln. Dort spielen seit Herbst 2014 die zweitklassigen Hamburg Towers vor meist ausverkauftem Haus - mit Koné als Spielmacher.

Sommerwochen gemeinsam verbracht

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Bazou Koné (l.) und Dennis Schröder besuchen sich so oft es geht. In der NBA sah Koné seinen Freund allerdings noch nie spielen.

"Ich habe Dennis die Halle schon gezeigt. Er war sehr angetan", erzählt Koné. Das war in diesem Sommer, den die beiden 21-Jährigen viele Wochen lang gemeinsam verbrachten. "Wir haben einige deutsche Großstädte besichtigt, waren in Bamberg bei den Bundesliga-Finalspielen und haben natürlich zusammen trainiert", sagt der gebürtige Hamburger. Schröder und Koné haben nicht nur dieselbe Wellenlänge, sondern ähneln sich auch in Statur und Bewegungsablauf. Und auch bei der größten Schwäche gibt es Parallelen: Beide suchen noch nach einem stabilen Wurf aus der Distanz.

Schröder lehrte hartes Training

Von seinem Buddy habe er nicht nur Tipps bekommen, sondern auch gelernt, sich selbst hart im Training zu fordern, erzählt Koné über die gemeinsamen Jahre in Braunschweig. "Spielerisch waren wir früher auf einem ähnlichen Niveau, aber Dennis war vom Kopf her schon weiter, noch ehrgeiziger." Schröder versprach im Alter von 16 Jahren seinem früh verstorbenen Vater kurz vor dessen Tod, es in die NBA zu schaffen - und hielt Wort. Für Koné, der mit 1,90 Meter Länge noch ein paar Zentimeter mehr aufweist als sein Vorbild, soll es zumindest einmal in die Erste Liga gehen.