Stand: 29.03.2017 21:16 Uhr

Schweriner SC unterliegt Bursa mit 1:3

von Henning Strüber, NDR.de

Das Finale im Challenge Cup ist für die Volleyballerinnen des Schweriner SC in weite Ferne gerückt. Gegen den türkischen Top-Club Bursa BBSK unterlag der SSC am Mittwochabend in eigener Halle trotz einer starken Vorstellung mit 1:3 (22:25, 28:30, 25:21, 20:25). Damit steht die Mannschaft von Trainer Felix Koslowski am Sonntag (16 Uhr) im Rückspiel bei den heimstarken Türkinnen vor einer fast unlösbaren Aufgabe. Denn Bursa reichen bereits zwei Satzgewinne zum Lösen des Final-Tickets. "Es überwiegt natürlich die Enttäuschung", sagte Koslowski direkt nach dem Spiel, kündigte aber dennoch einen harten Kampf für die Partie in Bursa an. "Mit der Leistung bin ich zufrieden. Aber wir müssen daran arbeiten, dass wir in den entscheidenden Momenten die leichten Fehler nicht mehr machen."

Leichte Fehler in den entscheidenden Phasen

Mut machen für das Gastspiel in der Westtürkei könnte den Mecklenburgerinnen neben dem gewonnenen Satz, dass sie gegen das favorisierte Spitzen-Team über weite Strecken gut mithalten konnten. Der Spielverlauf war ausgeglichener, als es das Ergebnis letztlich zum Ausdruck brachte. Vor rund 2.000 Zuschauern, die ihre Mannschaft in der heimischen Arena frenetisch anfeuerten, kamen die Mecklenburgerinnen nach anfänglichen Schwierigkeiten besser ins Spiel und begegneten dem Fünften der türkischen Liga über weite Strecken auf Augenhöhe. Dass es nicht für den Sieg reichte, lag nicht zuletzt an einigen Unkonzentriertheiten und leichten Fehlen in den entscheidenden Phasen des Spiels. So gingen die "Big Points" häufig an die Gäste.

Überragende Gomes da Silva

Zudem stellten die brasilianische Top-Spielerin Joyce Gomes da Silva (28 Punkte) und die wuchtige Ungarin Dora Horvath die SSC-Abwehr immer wieder vor große Probleme, gegen die sie letztlich kein probates Mittel fand. Dies sah Koslowski als entscheidend an: "Im Endeffekt haben wir gegen eine Angreiferin gespielt. Wir haben Gomes da Silva nicht in den Griff bekommen. Sie hat die zwei oder drei Punkte gemacht, die uns gefehlt haben."

Lippmann: "Waren ganz nah dran"

Auf Seiten des deutschen Rekordmeisters wussten insbesondere Jennifer Geerties und Louisa Lippmann (20 Punkte) mit variablem Angriffsspiel zu punkten. Trotz guter Leistung konnte Lippmann die Enttäuschung nicht verbergen: "Wir waren ganz nah dran. Aber wir haben gegen ein sehr, sehr starkes Team gespielt." Nach dem Halbfinal-Rückspiel am Sonntag geht es für das Koslowski-Team in der Bundesliga am kommenden Mittwoch im Play-off-Halbfinale gegen Angstgegner 1. VC Wiesbaden weiter.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 29.03.2017 | 18:55 Uhr

Führung verspielt - Schwerin verpasst Pokalsieg

Die Schweriner Volleyballerinnen haben das Pokalfinale gegen den MTV Stuttgart knapp in fünf Sätzen verloren. Die Durststrecke des SSC geht damit weiter. mehr

Ergebnisse und Tabelle Frauen-Volleyball-Bundesliga 2016/2017

Ergebnisse, Tabellenstände und die Spieltage im Überblick. mehr