Stand: 22.04.2017 21:38 Uhr

Schweriner SC siegt souverän in Stuttgart

von Henning Strüber, NDR.de

Die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin haben sich eine hervorragende Ausgangsposition für den Gewinn des elften Meistertitels der Vereinsgeschichte erspielt. Drei Tage nach dem 3:1-Erfolg im eng umkämpften Auftaktmatch gewann die Mannschaft von Trainer Felix Koslowski am Samstagabend das zweite Finalspiel beim MTV Stuttgart vor 2.250 Zuschauern souverän mit 3:1 (25:20, 14:25, 25:20, 25:16).

"Guten Schritt gemacht"

Damit können die Mecklenburgerinnen mit einem Sieg im dritten Spiel der Serie "Best of Five" am kommenden Mittwoch (19 Uhr) in Schwerin zum ersten Mal seit 2013 wieder die Meisterschale holen. "Aufschlag und Annahme haben heute den Ausschlag gegeben, Stuttgart musste außerdem den Ausfall von Renata Sandor verkraften", sagte Koslowski nach dem Match. "Klar ist die Versuchung groß, schon jetzt an die Meisterschale zu denken. Aber die Serie ist noch lange nicht durch. Dennoch haben wir heute einen guten Schritt gemacht."

Nervenstark auch in kritischen Phasen

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Nach der Partie ließen sich die Siegerinnen von ihren Fans feiern.

Grundlage für den Erfolg in Stuttgart war neben dem vom SSC-Coach erwähnten starken Annahme- und Aufschlagspiel des Rekordmeisters auch das Schwächeln der Stuttgarterinnen. So fand die ungarische Star-Spielerin Renata Sandor nur schwer in die Partie, bis sie verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Dadurch lastete die Verantwortung vor allem auf den Schultern ihrer Teamkollegin Michaela Mlejnkova. Die Tschechin hatte mit furiosem Spiel auch großen Anteil am Gewinn des zweiten Satzes für das Team von Coach Guillermo Hernandez, doch nach und nach gelang es den Schwerinerinnen, sich immer besser auf die Außenspielerin einzustellen. Dagegen setzte der SSC die Gastgeberinnen mit variablem Angriffsspiel immer wieder unter Druck.

"In den Beast-Mode geschaltet"

Auch das Plus an Erfahrung und die hinzugewonnene Stabilität, die Koslowski vor der Partie als möglicherweise ausschlaggebend bezeichnet hatte, stellten die Norddeutschen eindrucksvoll unter Beweis. Einen 0:4-Rückstand zu Beginn des vierten Satzes verwandelte das Koslowski-Team im Handumdrehen in ein 16:7 - ein Vorsprung, den sich der SSC nicht mehr nehmen ließ. Vor allem Jennifer Geerties spielte im letzten Satz überragend auf. "Wir haben in den Beast-Mode umgeschaltet", sagte sie nach der Partie. Hannah Tapp schmetterte den Ball schließlich nach gut 90 Minuten zum 25:16 ins Feld. MVP-Spielerin beim SSC wurde Lenka Dürr. Einziger Wermutstropfen auf Seiten des SSC war die Verletzung von Mittelblockerin Lauren Barfield, die mit einer Schnittwunde an der Schlaghand im Krankenhaus behandelt werden musste. Ihr Einsatz am Mittwoch ist fraglich.

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Dieses Thema im Programm:

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