Stand: 27.04.2017 07:44 Uhr

Schweriner SC ist deutscher Volleyball-Meister

von Christian Kahlstorff, NDR.de

Die Volleyballerinnen des Schweriner SC sind deutscher Meister 2017. Die Bundesliga-Frauen gewannen am Mittwoch das dritte Finalspiel zu Hause nach 71 Spielminuten vor 2.000 Zuschauern mit 3:0 (25:17, 25:14, 25:16) gegen den MTV Stuttgart und damit die "Best of Five"-Serie ebenfalls mit 3:0. Für Schwerin ist es der erste Titel seit vier Jahren. In der vergangenen Saison war die Schweriner Mannschaft von Bundestrainer Felix Koslowski im Halbfinale an Stuttgart gescheitert, auch im Endspiel um den Pokal in Mannheim hatte Schwerin den Kürzeren gezogen. Für Koslowski ist es der erste Titel als Trainer. Als beste Spielerin des Abends wurde Lousia Lippmann ausgezeichnet.

Das Volleyballteam des Schweriner SC zu Gast beim Nordmagazin

Volleyball: Schweriner SC ist Meister

Nordmagazin -

Der Schweriner SC gewann zu Hause auch das dritte Finalspiel gegen MTV Stuttgart und damit die Finalserie. Schale und Mannschaft zu Gast im Nordmagazin.

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Glatter Sieg der SSC-Frauen

Schwerin ließ dabei vom ersten Ball an keinen Zweifel daran aufkommen, wer an diesem Abend als Sieger vom Platz gehen würde. Mit starkem Willen und einer niedrigen Fehlerquote zogen die Gastgeberinnen schnell mit 10:4 davon. Hinzu kamen mehrere umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen zugunsten des SSC, die die tapfer kämpfenden Stuttgarterinnen nicht herankommen ließen. Auffällig bei Schwerin waren die gewohnt starke Jennifer Geerties und die Abiturientin Marie Schölzel. Auch im zweiten Satz dominierten die Mecklenburgerinnen. Die Gäste konnten nur bis zum 5:5 mithalten. In dieser Phase kam die Topscorerin Louisa Lippmann zu ihren Punkten. Beim Stand von 19:10 schien der Wille der Stuttgarterinnen gebrochen. Letztlich ging der Satz mit 25:14 an Schwerin.

Die Kür kommt zum Schluss

Der dritte Satz geriet schließlich zu einer Art Schaulaufen des neuen Deutschen Meisters. Souverän und auf einer Welle der Begeisterung schwimmend feierte das Team von Trainer Koslowski jeden Punkt wie einen Satzgewinn. Wiederholt konnten Schölzel oder die US-Amerikanerin Hannah Tapp die Angriffe des Gegners blocken und zu direkten Punkten nutzen. Ob Lippmann, Maren Brinker oder Tapp - die Schwerinerinnen punkteten fast nach Belieben. 14:7 führte das Heimteam. Das Stuttgarter Team, das die gesamte Saison immer wieder gezeigt hatte, wie hartnäckig es sein konnte, wollte ein letztes Mal mit einer Energieleistung in das Spiel zurückkommen. Im Pokal hatte die Mannschaft ein bereits verloren geglaubtes Spiel gegen den SSC noch einmal drehen können.

Grenzloser Jubel in Schwerin

An diesem Abend war Schwerin zu stark. Letztlich kannte der Jubel in der Halle in Schwerin keine Grenzen. Es ist der elfte gesamtdeutsche Meistertitel in der Geschichte des SSC. Mit dem Titel haben sich die Frauen automatisch für die Champions League qualifiziert. Trainer Koslowski zeigte sich nach dem Gewinn überglücklich. "Wir wollten diesen Titel unbedingt und haben den Sack mit einer großartigen Leistung auch zugemacht, konstatierte der Coach der Schwerinerinnen nach dem Spiel. Die Schweriner Nationalspielerin Maren Brinker lobte vor allem die Taktik des Trainerteams. Das Team sei extrem gut darauf eingestellt worden, schnell zu spielen. Zudem sei das Aufschlagspiel der entscheidende Faktor. "Das ist der Wahnsinn, mein erster deutscher Meistertitel überhaupt," freute sich Brinker.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 26.04.2017 | 20:20 Uhr