Stand: 13.09.2015 17:13 Uhr

Kanal Cup: Deutschland-Achter erneut geschlagen

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Jubel bei Weltmeister Großbritannien (hinten), Enttäuschung im Deutschland-Achter.

Die Revanche ist misslungen: Eine Woche nach der bitteren Niederlage bei der WM hat der Deutschland-Achter auch beim 15. Kanal Cup gegen Großbritannien den Kürzeren gezogen. Hatten die Briten den Olympiasieger beim Herzschlagfinale im französischen Aiguebelette nur um 18 Hundertstel Sekunden auf den zweiten Platz verwiesen, feierten sie diesmal einen souveränen Erfolg. "Der Kanal Cup ist ein Klassiker. Das ist super für unsere Jungs", freute sich Cheftrainer Jürgen Grobler.

Im deutschen Boot, das in WM-Besetzung gestartet war, herrschte dagegen Frust: "Wir hatten uns den Sieg fest vorgenommen und sind natürlich enttäuscht. Die ersten vier, fünf Kilometer haben noch Spaß gemacht, danach war's nur noch ätzend", sagte der neue Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin), der erstmals auf dem Nord-Ostsee-Kanal dabei war, nach der fünften Niederlage gegen Großbritannien in dieser Saison in Serie.

Das härteste Ruderrennen der Welt

Deutschland hatte beim Start die Initiative übernommen, doch der Weltmeister erhöhte plötzlich das Tempo und zog vorbei. "Die Briten sind im Ausdauerbereich stärker. Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen", sagte Trainer Ralf Holtmeyer. Platz drei ging an den WM-Dritten Niederlande vor dem vierten Teilnehmer USA.

Der Kanal Cup über 12,7 Kilometer mit Start in Breiholz und Ziel unterhalb der Rendsburger Hochbrücke gilt als das härteste Ruderrennen der Welt. Elfmal konnte der Deutschland-Achter den prestigeträchtigen Ruder-Marathon auf dem Nord-Ostsee-Kanal bislang für sich entscheiden, zuletzt viermal in Folge.

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