Stand: 13.02.2016 16:24 Uhr

Nach Sturz: Biathlet Peiffer verlässt Klinik

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Stürzte in Presque Isle schwer: Biathlet Arnd Peiffer.

Eine mittelschwere Gehirnerschütterung, Prellungen an der Brust, Schürfwunden im Gesicht: Die Diagnose für den Biathleten Arnd Peiffer nach seinem dramatischen Sturz beim Weltcup in Presque Isle (USA) fiel einigermaßen glimpflich aus. Der Harzer konnte das Krankenhaus am Freitagabend nach mehreren Stunden Beobachtung wieder verlassen. Nun erholt er sich im Mannschaftshotel. "Ich hatte Glück im Unglück", schrieb Peiffer bei "Facebook".

Teamarzt: "Denke, das wird er alles gut verdauen"

Mannschaftsarzt Klaus Marquardt teilte mit: "Stand heute gehen wir davon aus, dass er am Montag mit der Mannschaft nach Hause fliegen kann." Die medizinische Versorgung vor Ort sei erstklassig gewesen. "Arnd braucht jetzt ein paar Tage Ruhe." Ob der 28-Jährige bei der WM in Oslo (3. bis 13. März) antreten kann, ist ungewiss. Der Teamarzt rechnet derzeit allerdings nicht mit Langzeitfolgen. "Kurzfristig war ihm der Vormittag entfallen, die Informationen sind aber jetzt wieder da. Deshalb gehe ich nicht von einer langfristigen Schädigung aus und denke, das wird er alles gut verdauen", sagte Marquardt der ARD. Peiffers Teamkollege Erik Lesser schrieb auf Facebook: "Gute Besserung an Arnd Peiffer. Aber wie ich ihn kenne, haut ihn das nicht um."

Stitzl: "Der Schnee war voller Blut"

Peiffer war am Freitag in einer Abfahrt auf einer Eisplatte zu Fall gekommen, hatte den provisorischen Fangzaun durchschlagen und war mit voller Wucht gegen einen nur leicht gepolsterten Baum geprallt. "Ich war völlig schockiert, wie er da lag. Der Schnee war voller Blut", sagte Co-Trainer Andreas Stitzl, der als einer der Ersten zum Unfallort geeilt war, der ARD. Der Staffel-Weltmeister war zunächst benommen liegen geblieben. Nach ein paar Minuten konnte er sich allerdings bewegen und angelehnt an den Baum hinsetzen, zitterte aber angesichts des Schocks. Danach legten ihm Sanitäter eine Halsmanschette an. Er wurde dann auf einer Trage festgeschnallt und abtransportiert.

Fourcades Sieg rückt in den Hintergrund

Der Sieg des Franzosen Martin Fourcade im letzten Einzelrennen vor der WM war von dem schweren Sturz überschattet worden. Es einte alle die Sorge um Peiffer, der zum Zeitpunkt seines Sturzes trotz eisiger Temperaturen von minus 16 Grad als bester Deutscher auf Kurs Top Ten lag.