Stand: 19.07.2015 20:12 Uhr

Triathlon: Frankreich jubelt, Deutschland Vierter

Ein Wechselfehler hat die deutsche Mixed-Staffel beim Hamburg-Triathlon um einen Platz auf dem Podest gebracht. Laura Lindemann aus Potsdam, die Saarbrückerin Rebecca Robisch sowie Justus Nieschlag aus Lehrte und Gregor Buchholz aus Saarbrücken belegten am Sonntag Rang vier. Gold sicherte sich Frankreich (Dorian Coninx, Audrey Merle, Vincent Luis und Jeanne Lehair) vor Australien und Großbritannien.

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Zur tragischen Heldin des deutschen Quartetts wurde Robisch, die eine Zehn-Sekunden-Strafe kassiert, weil sie beim Wechsel aufs Rad ihren Helm zu spät schloss. Schlussläufer Bucholz musste deshalb auf Platz drei liegend kurz vor dem Ziel ins "Strafzelt" und tatenlos zuschauen, wie der Brite Mark Buckingham vorbeizog. Nach 4 x 300 Meter Schwimmen, 6,6 Kilometer Radfahren und 1,6 Kilometer Laufen lag das Quartett der Deutschen Triathlon Union acht Sekunden hinter dem Bronzerang.

IOC-Besuch im kommenden Jahr

Für die Veranstalter war das Triathlon-Wochenende auch eine Chance, für die Olympia-Bewerbung der Hansestadt zu trommeln. "2016 erwarten wir dann eine Delegation des Internationalen Olympischen Komitees. Wir wollen mit einer Topveranstaltung punkten", kündigte Hamburgs Sportsenator Michael Neumann (SPD) an.

Nieschlag bester Deutscher am Sonnabend

Der Franzose Vincent Luis hatte am Sonnabend das Rennen der Männer gewonnen und den spanischen Weltmeister und Gesamtführenden Javier Gomez mit einem beherzten Schlussspurt auf den zweiten Platz verwiesen. Bester Deutscher über die Sprintdistanz war Nieschlag. Der 23 Jahre alte Niedersachse lieferte über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen ein starkes Rennen ab und kam auf Platz zehn. Nach dem Radfahren hatte Nieschlag sogar in Führung gelegen, konnte auf der Laufstrecke aber gegen die Weltbesten nicht mithalten.

Favoritin Jorgensen nicht zu schlagen

Bei den Frauen führte einmal mehr kein Weg an der US-Amerikanerin Gwen Jorgensen vorbei. Die Favoritin wiederholte ihren Vorjahressieg in der Hansestadt und hat damit sechs der sieben bisherigen Stationen der Weltserie für sich entschieden. Jorgensen, die bei noch drei ausstehenden Rennen souverän auf den erneuten WM-Sieg zusteuert, fühlte sich von den geschätzten 150.000 Zuschauern an der Strecke "gepusht". "Jeder Athlet kommt gerne hierher. Die Zuschauer sind einfach unglaublich. Hier kriegst du alles mit, das ist fantastisch", sagte die Amerikanerin. Auch die deutschen Triathletinnen präsentierten sich gut und verbuchten vier Top-20-Plätze. Die erst 19 Jahre alte Lindemann wurde Siebte und erzielte damit ihr bestes Ergebnis der Saison. Robisch kam auf Rang zehn. Anne Haug (München) als 15. und bei ihrer Saisonpremiere nach langer Verletzungspause Anja Knapp (Dettingen) als 16. überzeugten ebenfalls.

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