Stand: 22.07.2017 14:36 Uhr

Alexander Zverev baut auf Supercoach Ferrero

Deutschlands bester Tennisspieler Alexander Zverev setzt bei seinem Aufstieg in die Weltspitze auf einen prominenten Coach. Der ehemalige Weltranglistenerste Juan Carlos Ferrero unterstützt den 20-Jährigen während der amerikanischen Hartplatzsaison und hilft beim Feintuning. "Willkommen im Team, JFC", schrieb Zverev und postete ein Foto mit dem früheren Weltranglisten-Ersten aus Spanien auf seinem Instagram-Account. "Zverev ist ein besonderer Spieler, er hat das Zeug, ein Champion zu werden", wurde Ferrero in spanischen Medien zitiert: "Es ist eine Herausforderung, die mich mit Begeisterung erfüllt und den Wunsch hervorruft, das Beste zu geben." Der Spanier gewann 2003 die French Open, weiß als ehemaliger US Open-Finalist aber auch, wie man auf Hartplatz erfolgreich spielt.

Alexander Zverev: Deutschlands Bester aus Hamburg

Auch die ganz großen Matches gewinnen

Die Partnerschaft ist zunächst auf die Turniere in Washington (ab 31. Juli), Montreal, Cincinnati und die US Open in New York ausgelegt. Der Spanier soll Zverev dabei helfen, auch die ganz großen Matches zu gewinnen - wie bei den Australian Open Anfang des Jahres gegen Rafael Nadal oder zuletzt im Achtelfinale von Wimbledon gegen den Kanadier Milos Raonic. "Wir reden immer darüber, dass ich aus jeder Niederlage lerne", hatte der Hamburger nach seinem Wimbledon-Aus gefrustet gesagt: "Irgendwann habe ich keine Lust mehr zu lernen."

Erstmals Hilfe außerhalb des Familien-Clans

Erstmals holt sich der Weltranglistenelfte nun außerhalb seines Familien-Clans Hilfe. Ferrero soll das Team um Trainer und Vater Alexander Zverev senior, Bruder Mischa und Mutter Irina ergänzen. Für die körperliche Fitness sorgt in Jez Green, dem ehemaligen Fitnesstrainer von Andy Murray, bereits seit 2014 einer der besten Athletiktrainer weltweit.

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Gewann 2003 die French Open: Juan Carlos Ferrero.

Mit der Verpflichtung von Ferrero folgt Zverev, der derzeit in Florida an den Grundlagen für die Hartplatzsaison arbeitet, dem Beispiel der absoluten Weltspitze. Wimbledon-Champion Roger Federer (Ivan Ljubicic), Novak Djokovic (Andre Agassi), Nadal (Carlos Moya) und Andy Murray (Ivan Lendl) verfügen allesamt über Ex-Profis in der Rolle des sogenannten Supercoaches. Ferrero betreibt seit seinem Rücktritt vom Profitennis 2012 eine Tennisakademie in Alicante, der Zverev-Clan dürfte von der Erfahrung eines ehemaligen Grand-Slam-Siegers profitieren. Seinen erstmaligen Achtelfinal-Einzug bei einem Grand-Slam-Turnier in Wimbledon hatte Zverev zuletzt als "Meilenstein" bezeichnet, zuvor hatte er das Masters in Rom gewonnen - nun soll der nächste Schritt folgen.

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Sport aktuell | 21.07.2017 | 16:25 Uhr