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Uwe Seeler nach seinem Abschiedsspiel im Volksparkstadion 1972 © dpa
 

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Willi Reimann: Im Norden zu Hause

von Johannes Freytag, NDR.de

Willi Reimann © picture-alliance / dpa Detailansicht des Bildes Willi Reimann als 24-Jähriger im Dress von Hannover 96. Norddeutscher kann eine Fußball-Karriere wohl kaum sein: Willi Reimann stürmte jahrelang in der Bundesliga für den Hamburger SV und Hannover 96. Nach seiner Profilaufbahn trainierte er die drei Hamburger Traditionsvereine FC St. Pauli, HSV und Altona 93 - außerdem die Nordclubs Eintracht Braunschweig und VfL Wolfsburg. Letzteren führte Reimann 1997 in die Erste Liga. Sein Porträt ist die Geschichte eines eigenwilligen Sportlers, der als Spieler nur das Tor im Blick hatte und als Trainer alles dem Erfolg unterordnete.

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Willi Reimann bejubelt den Aufstieg von Eintracht Frankfurt am 25. Mai 2003. © picture-alliance / dpa Fotograf: Boris Roessler
 
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Es gibt im Norden kaum einen Verein, bei dem Willi Reimann nicht gespielt oder als Trainer gewirkt hat. Eine Karriere in Bildern.

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Bundesliga-Debüt 1970 für Hannover 96

Willi Reimann wird am 24. Dezember 1949 im niedersächsischen Schwagstorf nahe Osnabrück geboren. Seine Fußballer-Karriere beginnt er beim VfB Rheine. Über TuS Bremerhaven 93 kommt er als 21-Jähriger zu Hannover 96, wo er am 15. August 1970 sein Bundesligadebüt feiert. Sein erstes Tor für die Niedersachsen erzielt der Stürmer am 4. Dezember bei einem 4:1-Sieg über Borussia Dortmund. Von Jahr zu Jahr steigert Reimann seine Trefferquote - nach 112 Erstligaeinsätzen und 44 Toren wechselt er 1974 zum Nordrivalen Hamburger SV. Die Hanseaten überweisen 700.000 D-Mark für ihn, der bis dahin teuerste Transfer der HSV-Vereinsgeschichte.

Seelers Fußstapfen zu groß

Willi Reimann (2.v.l.) scheitert am 1.4.1977 an Bayern-Torwart Sepp Maier. Franz Beckenbauer (l.) und Felix Magath (r.) beobachten die Szene. Der HSV gewinnt das Spiel 5:0 © picture-alliance / dpa Fotograf: Werner Baum Detailansicht des Bildes Szene aus einem Bundesligaspiel 1977 gegen Bayern München: Willi Reimann (2.v.l.) scheitert an Sepp Maier. An der Elbe soll Reimann die Lücke stopfen, die Uwe Seeler nach seinem Karriereende 1972 hinterlassen hat. Ein zu schweres Erbe: Reimann erzielt in 175 Bundesligapartien für den HSV zwar 49 Treffer, aber der ganz große Durchbruch gelingt ihm nicht. Der Torjäger gilt als "schwieriger Charakter", unbeherrscht, widerspenstig, großes Schlitzohr, dazu war er sehr lauffaul ("aber ich wusste, wohin der Ball musste"). Drei Titel holt er mit dem HSV: 1976 wird er unter Kuno Klötzer DFB-Pokalsieger und ein Jahr später Europapokalsieger. 1979 gewinnt er unter Branko Zebec den ersten Bundesliga-Meistertitel der Hamburger. Hinter Horst Hrubesch und Kevin Keegan ist Reimann aber nur noch Stürmer Nummer drei und so nimmt er im Herbst 1981 das finanziell lukrative Angebot der Calgary Boomers an, die in der nordamerikanischen Fußball-Liga spielen. Die Kanadier, bei denen auch Jürgen Röber kickt, stellen jedoch Ende des Jahres den Spielbetrieb ein - Willi Reimann beendet seine aktive Laufbahn als Fußballprofi im Alter von 32 Jahren und kehrt nach Hamburg zurück.

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Hintergrund

Reimanns Karriere in Zahlen

  • 2 B-Länderspiele (2 Tore)
  • 287 Bundesligaspiele (93 Tore)
  • 38 Europacupspiele (12 Tore)
  • Deutscher Meister 1979 (Hamburger SV)
  • DFB-Pokalsieger 1976 (Hamburger SV)
  • Europapokal der Pokalsieger 1977 (Hamburger SV)
  • Bundesliga-Debüt: 15. August 1970 für Hannover 96 bei Rot-Weiß Essen (0:2)
  • Letztes Bundesligaspiel: 16. Mai 1981 für den HSV gegen VfB Stuttgart (1:3)
  • 2 Bundesliga-Aufstiege als Trainer (1997 mit VfL Wolfsburg, 2003 mit Eintracht Frankfurt)

Legenden
Uwe Seeler © dpa Fotograf: Malte Christians
 

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