50 Jahre Bundesliga im Norden
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Hertha-Manager Michael Preetz (r.) stellt Otto Rehhagel am 19. Februar 2012 als neuen Trainer in Berlin vor.
"Tach, die Herrschaften" - ganz lapidar begrüßte Otto Rehhagel am 19. Februar 2012 in Berlin die versammelte Medienschar. Dabei war die Rückkehr des Trainer-Oldies in die Bundesliga alles andere als ein normaler Vorgang. Der 73-Jährige sollte Hertha BSC Berlin vor dem Abstieg retten - den Verein, dessen Trikot er 1963 am ersten Spieltag der neu gegründeten Bundesliga getragen hatte. Seitdem hat das "Kind der Bundesliga", wie sich Otto Rehhagel gern selbst nennt, viel erlebt. Vom rustikalen Abwehrrecken entwickelte sich der gebürtige Essener zu einem der erfolgreichsten Trainer der Bundesligageschichte.
Szene aus dem Gründungsjahr der Bundesliga: Berlins Verteidiger Otto Rehhagel (M.) versucht, Frankfurts Erwin Stein (l.) den Ball abzujagen.
Rehhagel, geboren am 9. August 1938, beginnt seine fußballerische Karriere in seiner Heimatstadt bei TuS Helene Essen und beim Traditionsclub Rot-Weiß Essen. Als 1963 die Bundesliga ins Leben gerufen wird, wechselt er zu Hertha BSC Berlin. Rund zwei Wochen nach seinem 25. Geburtstag steht Rehhagel am ersten Spieltag der neuen Eliteklasse auf dem Feld. Seine ersten beiden Bundesligatreffer gelingen ihm am 14. November 1963 gegen den 1. FC Kaiserslautern - jenen Verein, zu dem er 1966 wechselt und mit dem er Jahrzehnte später Geschichte schreiben wird. Der kompromisslose Verteidiger absolviert insgesamt 201 Bundesligaspiele, erzielt dabei 22 Tore.
Eine Knorpelabsprengung am Knie beendet seine aktive Laufbahn 1971, aber Rehhagel hat bereits für die Zukunft vorgesorgt: Im letzten von Hennes Weisweiler geleiteten Lehrgang an der Sporthochschule Köln macht der 31-Jährige im März 1970 seinen Trainerschein. Nach einem Engagement beim Regionalligisten 1. FC Saarbrücken heuert er 1973 beim Bundesligisten Kickers Offenbach an, wo er ein Jahr später Nachfolger von Gyula Lorant wird. Rehhagel hat schnell Erfolg: Nach Platz zehn 1973/74 verpassen die Kickers erst zum Saisonende 1974/75 die Europacup-Ränge und werden Achter. Rehhagels "Hurra-Stil" sorgt für Furore, der Trainer stellt sich jedoch selbst ins Abseits, als er am Rande einer Bundesligapartie Schiedsrichter Walter Eschweiler Bestechung vorwirft: Rehhagel wird zu einer zweimonatigen Sperre und 5.000 DM Geldstrafe verurteilt. Offenbach entlässt ihn daraufhin.
In der Folgezeit erwirbt sich Rehhagel den Ruf als "Notnagel" und trainiert zwischen 1976 und 1980 vier Vereine: Werder Bremen, Borussia Dortmund, Arminia Bielefeld und Fortuna Düsseldorf. Mit den Rheinländern gewinnt der Fußballlehrer seinen ersten Titel. Die Fortuna holt den DFB-Pokal durch einen 2:1-Finalerfolg. Doch nur ein knappes halbes Jahr später ist in Düsseldorf schon wieder Schluss, das Team steht nur auf Rang 16 in der Tabelle. Die hohen Erwartungen an den Trainer haben sich nicht erfüllt.















































































































































































































































































































































































