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Otto Rehhagel, Uwe Seeler und Paul Breitner (Montage) © imago Fotograf: Baumann , Sven Simon, Werek
 

50 Jahre Bundesliga im Norden

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Historie
Michael Kutzops Fehlschuss: Bayerns Keeper Jean-Marie Pfaff verladen, aber der Ball landet nur am rechten Torpfosten. © picture-alliance / dpa Fotograf: Probst
 
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aktuelles und hintergründe
Werder-Trainer Thomas Schaaf © picture-alliance/ dpa
 

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Benno Möhlmann: Spieler, Trainer, Funktionär

von Florian Neuhauss, NDR.de

Benno Möhlmann (M.) von Werder Bremen © imago/kicker/Liedel Detailansicht des Bildes Benno Möhlmann (M.) gab bei Werder neun Jahre lang den Takt im Mittelfeld an. Die Statistik weist Benno Möhlmann als deutschen Meister aus - und doch blieb die Spielerkarriere des Niedersachsen unvollendet. "Ich fühle mich nicht als Meister", sagt der Ex-Profi von Werder Bremen und heutige Trainer des FSV Frankfurt NDR.de. "Schließlich habe ich in der Saison nur eine gute halbe Stunde für Werder gespielt." Seit dem Bundesliga-Aufstieg 1981 gehörten die Hanseaten zur Spitzengruppe. Zweimal belegten die Bremer um Kapitän Benno Möhlmann Rang fünf, gleich dreimal holten sie die Vizemeisterschaft. Den größten Erfolg der Vereinsgeschichte seit 1965 erlebte Möhlmann aber nur aus der Distanz: Ab dem 13. Spieltag der Saison 1987/1988 kickte der Mittelfeldspieler, zuvor unter Otto Rehhagel kaum noch eingesetzt, nämlich für den Nordrivalen HSV. Und während die "Rothosen" am Ende Sechster wurden, feierte Werder die zweite Meisterschaft der Vereinsgeschichte, an der Möhlmann eben mit ein paar Minuten Spielzeit beteiligt war. Ein halbes Jahr später beendete er seine aktive Karriere. Möhlmann blieb dem Fußball aber stets erhalten und feierte am Sonntag ein beeindruckendes Jubiläum. Der heutige Coach des FSV Frankfurt wurde mit seinem 420. Einsatz Zweitliga-Rekordtrainer und absolvierte zugleich nach der Statistik des "kicker" sein 1000. Spiel im Profi-Fußball. Seine Mannschaft trübte das Jubiläum jedoch mit einer 0:2-Niederlage gegen Ingolstadt.

Möhlmann führt Werder zurück in die Bundesliga

Möhlmann stammt aus Lohne und begann seine Karriere im nahen Münster. In der Saison 1994/1975 gelang ihm in der Zweiten Liga der Durchbruch und er verpasste in den folgenden drei Spielzeiten kein einziges Spiel der Westfalen. "Ich war es gewohnt, zu kämpfen. Ich musste immer um meinen Platz kämpfen", erinnert sich Möhlmann, der sich so auch nach seinem Wechsel zu Werder im Sommer 1978 schnell durchsetzte, "ab der dritten Saison trug ich die Kapitänsbinde". Die Bremer waren aus der Bundesliga abgestiegen, aber der mittlerweile 26-Jährige stellte sich der Verantwortung und führte die Hanseaten zum direkten Wiederaufstieg. Und damit auch direkt in den Kampf um die internationalen Startplätze und die Meisterschaft.

"Dieser verpasste Titel hat mich sehr geärgert"

Enttäuscht verlässt Michael Kutzop nach dem 0:0 gegen die Bayern das Spielfeld. © picture-alliance / Sven Simon Fotograf: SVEN SIMON Detailansicht des Bildes Enttäuscht verlässt Michael Kutzop nach dem 0:0 gegen die Bayern das Spielfeld. Besonders knapp ging es in der Saison 1985/1986 zu, als die Bremer erst am letzten Spieltag den ersten Platz für Bayern München räumen mussten. Eine Woche zuvor hatte Michael Kutzop mit seinem berühmten Elfmeter-Fehlschuss im direkten Duell gegen die Bayern das Unheil heraufbeschworen. "Dieser verpasste Titel hat mich schon sehr geärgert. In der Saison war ich lange Stammspieler, habe mich dann aber verletzt", berichtet Möhlmann. "Im Saisonendspurt habe ich mich dann wieder fit gefühlt, aber Rehhagel hat mich trotzdem nicht mehr eingesetzt. Ich habe noch oft gedacht, dass wir den Titel hätten holen können, wenn ich doch bloß noch gespielt hätte."

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Interview
Benno Möhlmann © imago/osnapix
 

Möhlmann: "Ich musste mich nie bewerben"

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Möhlmanns Karriere
Der frühere HSV-Trainer Benno Möhlmann © Witters
 

Als Profi

  • 1972 - 1978 Preußen Münster
  • 1978 - 1987 Werder Bremen
  • 1987 - 1989 Hamburger SV

  • 255 Erstliga-Spiele / 35 Tore
  • 188 Zweitliga-Spiele / 40 Tore

Als Trainer
  • 1990 - 1992 Hamburger SV II
  • 1992 - 1995 Hamburger SV
  • 1995 - 1997 Eintracht Braunschweig
  • 1997 - 2000 SpVgg Greuther Fürth
  • 2000 - 2004 Arminia Bielefeld
  • 2004 - 2007 SpVgg Greuther Fürth
  • 2007 - 2008 Eintracht Braunschweig
  • 2008 - 2009 SpVgg Greuther Fürth
  • 2010 - 2011 FC Ingolstadt
  • seit 2011 FSV Frankfurt

Weitere Informationen
Braunschweigs Spieler feiern. © imago/Matthias Koch
 

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