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Michael Westphal © Witters Fotograf: Witters
 

Michael Westphal: Ein Schattendasein

Am 20. Juni 1991 starb der Pinneberger Tennisprofi an Aids. mehr


Tennisbaron von Cramm: Triumph des Charakters

Gottfried von Cramm steht bis heute für Ästhetik und Fairplay. mehr

 

Michael Stich - Tennis nahe der Perfektion

Michael Stich bei der ATP-WM 1993 © picture-alliance / dpa Detailansicht des Bildes Serve-and-Volley-Spezialist par excellence: Michael Stich. Seine Technik war brillant, sein Ballgefühl enorm: In den 90er-Jahren zählte Michael Stich zu den herausragenden deutschen Tennisspielern. Trotz großer Erfolge - unter anderem gewann Stich 1993 den Davis Cup und die ATP-Weltmeisterschaft sowie im Laufe seiner Karriere alle deutschen Turniere - stand der am 18. Oktober 1968 in Pinneberg geborene und in Elmshorn aufgewachsene Ausnahmesportler allerdings immer im Schatten des Publikumslieblings Boris Becker. Ein Resultat der ebenso unterschiedlichen Charaktere wie Spielanlagen: Im Vergleich mit den emotionsgeladenen Auftritten des Leimeners wirkte der Ästhet Stich auf viele Fans recht unterkühlt.

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Michael Stich verabschiedet sich 1997 bei seinem letzten Auftritt am Rothenbaum vom Hamburger Publikum. © picture-alliance / dpa
 
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Wimbledon-Sieger, ATP-Weltmeister und Turnierdirektor am Rothenbaum: Michael Stich war und ist einer der ganz Großen im weißen Sport. Die Karriere des großen Tennis-Ästheten in Bildern.

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Triumph in Wimbledon

Eng verknüpft waren die Karrieren der beiden deutschen Vorzeigeprofis dennoch: Bei seinem größten Triumph 1991 in Wimbledon schlug Stich im Finale ausgerechnet Becker, bei den Olympischen Spielen 1992 sicherte sich das ungleiche Duo im Doppel-Finale Gold. Im selben Jahr bezwang der schlaksige Stich seinen Dauerrivalen im Halbfinale von Hamburg erneut. Im Finale gegen den Schweden Stefan Edberg blieb ihm der Turniersieg noch verwehrt, doch 1993 gelang der Triumph am Rothenbaum durch einen Viersatzsieg gegen den Russen Andrei Chesnokow.

Karriereende nach Schulterverletzung

Boris Becker und Michael Stich © dpa Detailansicht des Bildes Konkurrenten: Boris Becker (l.) und Michael Stich. Nachdem sich Stich zwischenzeitlich bis auf Platz zwei der Weltrangliste vorgespielt hatte, machte ihm in der Folgezeit eine hartnäckige Schulterverletzung das Fortführen seiner Karriere unmöglich. Bereits 1997 - im Alter von gerade einmal 29 Jahren - beendete der Norddeutsche nach einer dramatischen Fünfsatz-Niederlage im Wimbledon-Halbfinale gegen den Franzosen Cedric Pioline seine erfolgreiche Profi-Laufbahn. 2002 übernahm er kurzzeitig das Amt des deutschen Davis-Cup-Teamkapitäns, seit 2009 ist Stich Direktor des Traditionsturniers am Hamburger Rothenbaum. Im Zuge dessen gab er sogar ein kurzes Comeback: Zwölf Jahre nach seinem letzten Profimatch trat er mit Lokalmatador Mischa Zverev in der Doppelkonkurrenz des ATP-Turniers an, scheiterte aber gleich zum Auftakt.

Stiftung für HIV-infizierte Kinder

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Stichs Einzeltitel im Überblick

Michael Stich gewann sein erstes Grand-Prix-Turnier 1990 in Memphis. Insgesamt verbuchte der gebürtige Pinneberger 18 Einzeltitel, darunter Wimbledon, die ATP-Weltmeisterschaft und alle deutschen Turniere. mehr

Schon früh bestand die Welt des erklärten HSV-Fans nur noch zu einem Bruchteil aus Tennis. Neben dem Engagement für seine Stiftung für HIV-infizierte und an AIDS erkrankte Kinder, die er schon 1994 - noch zu Zeiten seiner Profikarriere - gegründet hatte, ist der neben Boris Becker erfolgreichste deutsche Spieler ein erfolgreicher Unternehmer. Vergessen sind die sportlichen Leistungen von Stich, der insgesamt 18 Einzel-Turniersiege sowie zehn Titel im Doppel (darunter Wimbledon) verbuchte, nicht: Noch heute warten die Sandplatzturniere von Hamburg und Stuttgart auf den nächsten deutschen Titelträger nach dem Serve-and-Volley-Spezialisten.

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Michael Stich 1991 mit der Wimbledon-Trophäe © picture-alliance / Rolf Kosecki
 

Wimbledon 1991: Stichs Triumph für die Ewigkeit

Am 7. Juli 1991 bezwingt der Elmshorner Boris Becker in dessen "Wohnzimmer". mehr

Dossier
Juan Monaco (l.) und Tommy Haas. © Witters Fotograf: Valeria Witters
 

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