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Paul Breitner © Picture-Alliance/dpa
 

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Bernd Franke: Der Adler von Braunschweig

Braunschweigs Torwart Bernd Franke © imago Fotograf: Ferdi Hartung Detailansicht des Bildes "Adler" Bernd Franke flog 14 Jahre lang für Eintracht Braunschweig durch die Strafräume. 14 Jahre lang flog Bernd Franke für Eintracht Braunschweig durch die Strafräume und wurde trotzdem nie flügge. Dabei war der ob seiner überragenden Sprungkraft "Adler" gerufene Torwart einer der besten seiner Zunft in Deutschland. 1971 kam der gebürtige Saarländer nach Braunschweig und blieb auch dort, bis er 1985 seine Fußball-Karriere beendete. Stolze 433 Spiele absolvierte Franke für die Niedersachsen, avancierte zum Nationalspieler und wurde 1982 Vizeweltmeister. Angebote, selbst vom großen FC Bayern München, konnten den Adler aus seinem sicheren "Eintracht-Horst" nicht vertreiben. Auch ein Grund, warum der ehemalige "Löwen"-Keeper auch heute noch verehrt wird in Braunschweig.

Olympia 1984 als persönliches Highlight

Der ehemalige Braunschweiger Torwart Bernd Franke © imago/Sportnah Detailansicht des Bildes Heute lässt Franke als Konditionstrainer die Tennis-Spielerin Kristina Barrois schwitzen. Die Zeiten der "Strafraum-Flüge" sind allerdings vorbei. Vor ein paar Monaten bekam Franke eine neue Hüfte, Sport macht er aber noch. Jeden Tag. Joggen, Fitness, Golf, Tennis. Er hat das gleiche Gewicht wie früher. "Nur die Muskeln sind weniger geworden, aber ich bin gesund. Was will man mehr." Während seiner Karriere machte ihm der Körper bisweilen einen Strich durch die Rechnung. Wegen schwerer Verletzungen verpasste der Torwart die Weltmeisterschaften 1974 und 1978. 1982 in Spanien war er allerdings dabei. Als Nummer zwei hinter Toni Schumacher. Sein persönliches Highlight waren allerdings die Olympischen Spiele 1984 in Los Angeles. "Das war viel schöner als die WM 1982 in Spanien, die ich als Ersatztorhüter erlebte und wo ein paar sehr überhebliche Leute dabei waren, die innerhalb der Mannschaft für Streitigkeiten sorgten", verriet Franke im Interview mit dem Magazin "11Freunde". Insgesamt stehen sieben Länderspiele in seiner Statistik.

Angebote aus Amsterdam und München abgelehnt

Jägermeister-Chef Günter Mast (2.v.r.) mit (v.l.): Friedhelm Haebermann, Ludwig Bründl, Bernd Gersdorff und Torhüter Bernd Franke von Eintracht Braunschweig © imago/Rust Detailansicht des Bildes Franke (r.) im legendären "Jägermeister-Trikot" der Eintracht. Für Braunschweig waren es allein 345 in der Ersten Liga. "Ich glaube die Fans haben es honoriert, dass ich immer zur Eintracht gestanden habe", sagt Franke. "Ich hatte mehrere Angebote bekommen: aus Amsterdam, Bayern München oder Kaiserslautern. Immer, wenn mein Vertrag ausgelaufen ist, gab es auch irgendwelche Offerten." Letztlich erhielt trotzdem immer die Eintracht den Zuschlag. Er gehörte zur legendären "Jägermeister-Truppe", feierte drei Aufstiege mit den "Löwen". Heute lebt Franke mit seiner Frau Hedi wieder in seiner Heimat im Saarland. Seit Jahren lässt er als Konditionstrainer die Tennis-Spielerin Kristina Barrois schwitzen. Doch auch in Urexweiler ist er seinem Ex-Club nahe. Franke lässt sich die lokalen Zeitungen ins Haus schicken, verfolgt die Spiele im Fernsehen und ist ab und zu auch im Stadion an der Hamburger Straße. Er schwärmt von seinen Nachfolgern, die unter Trainer Torsten Lieberknecht Richtung Bundesliga stürmen. "Das ist schon toll. Sie sind hungrig und eine Einheit, so wie wir das in den 70er Jahren waren", sagt der Bayern-München-Fan.

Breitner hat "nur Gummi-Bäume ausgerissen"

Mit einer Bayern-Legende hat er in Braunschweig natürlich auch zusammengespielt. "Aber ich sage immer: Paul Breitner hat mit mir gespielt und ich nicht mit ihm", stellt Franke klar. Breitner wechselte im Sommer 1977 von Real Madrid in die niedersächsische Provinz. "Das war ein weiterer PR-Gag von unserem Präsidenten Günter Mast. Es hat einfach nicht gepasst. Paul hatte bei uns nicht viele Freunde. Er hat bei uns alle verrückt gemacht und nichts bewegt - nur Gummi-Bäume ausgerissen." Nach nur einem Jahr zog der streitbare Außenverteidiger weiter nach München. "Adler" Franke blieb, wie immer und zog weiter seine Kreise in den Strafräumen.

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Werder Bremens Marco Bode (r.) mit Teamkollege Andreas Herzog © Witters
 
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Deutscher Meister 1967: Eintracht Braunschweig © Picture-Alliance/dpa
 
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