Sport-Idole des Nordens - Legenden
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Sicherer Elfmeterschütze: Hans-Jörg Butt (l.) traf in seiner Karriere 26 Mal vom Punkt.
Wo soll man anfangen, wenn man über Hans-Jörg Butt schreibt? Der gebürtige Niedersachse hat gleich in mehrfacher Hinsicht Bundesliga-Geschichte geschrieben. Mit 26 geschossenen Toren ist er der gefährlichste Keeper der Liga, er ist der einzige Torwart, der zwei Treffer in einer Partie erzielte und ihm gelang das Kunststück, in einer Saison Torschützenkönig seines Teams zu sein. Zudem ist er der einzige seines Fachs in Deutschland, der in drei verschiedenen Ligen und in der Champions League traf. Es gibt noch weitere Kuriositäten in der Karriere des 37-Jährigen, der mit 14 gehaltenen Strafstößen in der Rangliste der Bundesliga-Elfmeterkiller auf Platz fünf liegt - aber der Reihe nach.
Zweitligist VfB Oldenburg vor der Saison 1996/1997: Hans-Jörg Butt sitzt im schwarzen Trikot in der unteren Reihe (4.v.l.).
Geboren am 28. Mai 1974 in Oldenburg, spielt Butt zunächst in der Jugend des TSV Großenkneten. 1991 wechselt er zum VfB Oldenburg, für den er zwei Jahre später erstmals in der ersten Mannschaft zum Einsatz kommt. Mit dem VfB steigt er in die Zweite Bundesliga auf, dort debütiert er am 4. August 1996 gegen den SV Meppen. Eineinhalb Monate später gelingt ihm sein erstes Tor im Profifußball. Butt verwandelt beim 1:4 im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg einen Handelfmeter. Nach dem Abstieg der Oldenburger wechselt Butt in die Bundesliga zum Hamburger SV, wo er auf Anhieb Stammtorwart Richard Golz verdrängt und 33 Saisonspiele macht.
Eines seiner neun Saisontore 1999/2000 erzielt Butt (r.) am 30. Oktober 1999 gegen Dortmunds Torwart Jens Lehmann (l.).
Am 12. September 1998 erzielt er sein erstes Bundesligator, knapp zwei Jahre später ist er gemeinsam mit Roy Präger und Anthony Yeboah mit neun Treffern bester HSV-Torschütze. In den beiden Spielzeiten 1998/1999 und 1999/2000 gelingt dem Keeper Einmaliges: In zwei Bundesligapartien erzielt er jeweils zwei Tore - kurioserweise beide Male gegen den VfB Stuttgart und gegen Franz Wohlfarth. Für den HSV absolviert Butt 133 Bundesligaspiele und verwandelt 19 Strafstöße. Wegen der "größeren sportlichen Perspektive" verlässt Butt 2001 die Hamburger in Richtung Leverkusen.
In Leverkusen wurde Butt (r., mit Sergej Barbarez) vom jungen René Adler (l.) verdrängt.
Für Bayer läuft er 191 Mal auf - und trifft auch dort zuverlässig vom Elfmeterpunkt. Der Karriereknick erfolgt am 10. Februar 2007: Der Torwart, der in zehn Jahren lediglich vier Ligaspiele verpasste, kassiert in der Partie gegen Eintracht Frankfurt eine Rote Karte. Der 22 Jahre alte Ersatzmann René Adler vertritt ihn großartig und bleibt auch nach dem Ablauf der Rot-Sperre für den bisherigen Stammkeeper im Tor. Butt kündigt seinen Vertrag und flüchtet 2007 zu Benfica Lissabon. Eine Fehlentscheidung: Für den mehrfachen portugiesischen Meister läuft er lediglich einmal in der Liga auf.















































































































































































































































































































































































