HSV Hamburg: Ein "Projekt" auf Schlingerkurs
Erst Negativ-Schlagzeilen, dann Meister, dann wieder Sorgenkind: Das ist der HSV Hamburg. mehr
Hamburgs Stefan Schröder jubelt.
Der HSV Hamburg hat mit einem hart erkämpften Derbysieg die Tabellenspitze in der Champions League verteidigt. Die Hanseaten setzten sich am Sonntag nach einem völlig verkorksten Start mit 31:28 (13:15) gegen die SG Flensburg-Handewitt durch. Die Gastgeber erzielten zwar durch Domagoj Duvnjak das erste Tor, doch anschließend traf fast nur noch Flensburg. Selbst der Ausfall von Arnor Atlason, der in der neunten Minute mit einem Achillessehnenriss vom Platz getragen werden musste, brachte die Gäste nicht aus dem Rhythmus. Nach 13 Minuten lag der HSV bereits mit 3:10 hinten, ehe Keeper Dan Beutler sein Team mit einigen Paraden zurück ins Spiel brachte.
Tore für HSV: Duvnjak (9), Vori (6), Schröder (4), Lijewski (4), Hens (3), Lindberg (2/2), Petersen (1), Lackovic (1), Flohr (1)
Flensburg: Glandorf (7), Svan Hansen (5), Eggert (5), Mogensen (3), Heinl (2), Machulla (2), Knudsen (2), Atlason (1), Weinhold (1)
Zuschauer: 5.783
Strafminuten: 6 / 10
Flensburg, das auf Nationalspieler Lars Kaufmann verzichten musste, der unter der Woche am Knie operiert worden war, hielt die Begegnung bis Mitte der zweiten Hälfte offen. Dann aber steigerte sich Hamburg und setzte sich kontinuierlich ab. Hans Lindberg per Siebenmeter brachte die Hausherren mit 17:16 in Führung (35.). Fredrik Petersen sorgte dann rund acht Minuten vor Ende des Spiels mit seinem Treffer zum 28:24 für die Vorentscheidung. Erfolgreichster Werfer der Gastgeber war Duvnjak mit neun Treffern, für Flensburg war Holger Glandorf siebenmal erfolgreich. Schon am kommenden Sonntag kann sich die SG in heimischer Halle gegen Hamburg für die erste Niederlage revanchieren.