Handball im Norden
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Das Handball-Team von Eintracht Hildesheim
Wird beim vierten Mal alles anders? Drei Mal, nämlich 1968, 2000 und 2006, hatte die Eintracht aus Hildesheim bereits die Bundesliga-Bühne betreten. Es war jedes Mal ein frustrierendes Abenteuer. Stets folgte der direkte Abstieg, immer abgeschlagen als Tabellenletzter. Wirklich verwunderlich war der Misserfolg nie. Denn der Aufstieg war stets überraschender Natur. Auch in der Spielzeit 2010/2011 waren die Niedersachsen nicht der Top-Favorit, überraschten aber mit ihrem Kader aus erfahrenen deutschen Spielern, jungen Talenten und einer Hand voll ausländischen Profis aus Dänemark, Frankreich und Südosteuropa. Sie retteten sich mit einem Punkt Vorsprung vor GWD Minden ins Ziel. Beeindruckend: die Heimstärke. Alle 16 Spiele auf der heimischen Schützenwiese wurden gewonnen.
Die Eintracht ist mit rund 7.500 Mitgliedern der zweitgrößte Sportverein Niedersachsens und besitzt auch im Handball eine lange Tradition. Bereits 1922 gründete sich die Abteilung, in den 50er und 60er Jahren zählten die Ballwerfer von der Börde zu den führenden Teams der Feldhandball-Epoche. Abgesehen von einem kleinen Tal in den 80er Jahren, als die Eintracht bis in die Oberliga abrutschte, lag die sportliche Heimat stets in den höchsten Spielklassen. Das Umfeld hat sich gemausert, die Heimpartien in der knapp 3.000 Zuschauer fassenden Arena erfüllen höchste Zweitliga-Ansprüche. Im Handball-Oberhaus reicht es aber nur zum Status eines Abstiegskandidaten.
Geschäftsführer Gerald Oberbeck von Eintracht Hildesheim.
Der bekannteste Akteur im Verein ist kein Spieler, sondern Gerald Oberbeck. 1981 übernahm er die Männer des Clubs als Trainer, seit 1998 fungierte er auch als Geschäftsführer der damals gegründeten GmbH. Nach dem letzten Bundesliga-Aufstieg 2006 beschränkte er sich auf die Sponsorenpflege und das Marketing, auf der Bank saßen Übungsleiter aus Russland und Dänemark. Erfolgreich war diese Personalie nicht. Nach nur einer Saison wurden die Aufgabenbereiche von Oberbeck wieder auf die Tätigkeit als Coach ausgedehnt. Für das vierte Gastspiel im Oberhaus räumte Oberbeck aber wieder den Trainerstuhl. Volker Mudrow kam vom TBV Lemgo nach Hildesheim. Der ehemalige Nationalspieler erhielt einen Einjahresvertrag, den er jedoch nicht erfüllen durfte. Im Januar 2012 reagierte der Club auf das bis dahin schwache Abschneiden des Teams mit nur zwei Zählern aus 18 Partien und trennte sich von Mudrow. Erneut sprang Oberbeck in die Bresche. Diesmal gemeinsam mit Co-Trainer Jürgen Kloth.
| Vollständiger Vereinsname: | Eintracht Hildesheim von 1861 e.V. |
| Gegründet: | 1861 |
| Gründung der Handballabteilung: | 1922 |
| Vereinsfarben: | grün-weiß |
| Größte Erfolge: | Bundesliga-Aufstieg 1968, 2000, 2006 und 2011 Zweitliga-Aufstieg 1998 A-Jugendmeister 1980 und 1981 |
| Halle: | Sparkassen Arena |
| Fassungsvermögen: | 2.800 Zuschauer |
| Anfahrt: | Autobahn-Abfahrt Hildesheim, Richtung Zentrum bis Abfahrt B 243 Richtung Seesen, rechts ab, erste Straße rechts |
| Trainer: | Gerald Oberbeck/Jürgen Kloth |
| Geschäftsführer: | Gerald Oberbeck |