Stand: 19.09.2015 19:12 Uhr

Flensburger Handball-Gala gegen Topfavorit Paris

von Sebastian Ragoß, NDR.de
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Überragender Spieler in einem starken Flensburger Team: Anders Eggert.

Sensationeller Start in die Handball-Champions-League für die SG Flensburg-Handewitt: Der deutsche Pokalsieger schlug in seiner Auftaktpartie in der Gruppe A Paris St. Germain mit 39:32 (21:16). PSG, das vom ehemaligen Kieler Coach Noka Serdarusic trainiert und vom Ex-THW-Star Nikola Karabatic angeführt wird, gilt nach kostspieligen Transfers in den vergangenen Jahren als Favorit auf den Sieg in der Königsklasse. Flensburgs Anders Eggert war mit 13 Treffern bester Torschütze der Partie.

Eggert kaum zu stoppen - Keeper Andersson überragend

Flensburg - Paris SG 39:32 (21:16)

Tore Flensburg: Eggert 13/7, Glandorf 9, Svan 5, Mogensen 4, Lauge 3, Zachariassen 3, Jakobsson 1, Toft Hansen 1
Tore Paris: St. Germain: Hansen 9/5, Nikola Karabatic 7, Kounkoud 4, Gunnarsson 3, Narcisse 2, Onufryienko 2, Abalo 2, Möllgaard 1, Luka Karabatic 1, Honrubia 1
Zuschauer: 5.800

Flensburg hatte zuletzt zwei überraschende Niederlagen in der Bundesliga kassiert. Doch in das Duell mit dem imposanten Star-Ensemble aus Frankreichs Hauptstadt gingen die Schleswig-Holsteiner voller Selbstvertrauen. Die SG spielte mit einem sagenhaften Tempo und überraschte die Gäste mit zahlreichen Tempogegenstößen. Im Flensburger Tor zeigte zudem Mattias Andersson eine Klasseleistung und parierte reihenweise Versuche von Karabatic und Co. 3:0 (3.), 13:7 (16.) , 16:7 (19.): Der Vorsprung der Flensburger wuchs und wuchs. Linksaußen Eggert hatte zu diesem Zeitpunkt bereits sieben Treffer markiert. In den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte ließ bei der SG die Konzentration ein wenig nach, sodass sich die Gäste bis zum Seitenwechsel wieder auf fünf Tore herankämpfen konnten. Doch das letzte Wort hatte zwei Sekunden vor der Pausen-Sirene Holger Glandorf mit einem Treffer aus dem Rückraum.

Glandorf übernimmt Verantwortung

Einen derart starken Auftritt ihrer Mannschaft hatten die Flensburger Zuschauer in dieser Saison noch nicht gesehen. Würde es dem Pokalsieger gelingen, den Vorsprung zu verteidigen? PSG ging mit mehr Zug zum Tor in die zweite Hälfte, Flensburg war gewarnt. Die SG musste sich ihre Treffer nun härter erarbeiten als zu Beginn. Eggert kam zunächst nicht mehr so häufig zum Abschluss, doch Glandorf übernahm Verantwortung. Paris konnte den Rückstand deshalb nicht entscheidend verkürzen. Nach 45 Minuten lagen die Gastgeber mit 29:24 vorn. Die Franzosen brauchten nicht nur ihre Rückraumstars, sondern endlich auch eine überzeugende Leistung ihres Keepers Thierry Omeyer, um noch eine Chance auf den Sieg zu haben. Doch der Schlussmann zeigte keine gute Leistung und konnte seinem Team nicht entscheidend helfen. Spätestens als Andersson in der 55. Minute beim Stand von 35:30 einen Siebenmeter von Mikkel Hansen parierte, war die Entscheidung zugunsten der SG gefallen.

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