Stand: 24.03.2016 11:40 Uhr

HSV-Handballer: Neustart mit einem alten Bekannten

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Ein Kopf des HSV-Neuanfangs: Meistercoach Martin Schwalb.

Bundesliga-Handball ist in Hamburg seit Anfang dieses Jahres Geschichte. Nach der Insolvenz der Spielbetriebsgesellschaft des HSV wurde das Team abgemeldet. Nach dem ersten Schock arbeitet der Club allerdings schon seit geraumer Zeit an einem Neuanfang - mit einem alten Bekannten an der Spitze. Meistercoach Martin Schwalb hilft dem Ex-Bundesligisten mit seiner Expertise und seinen Kontakten und soll in der künftigen Clubführung als eine Art Sportchef fungieren. Wie der Verein mitteilte, soll der 52-Jährige den Bereich Sport und Kommunikation "als verantwortliches Geschäftsleitungsmitglied mit gleichzeitigem Sitz im Präsidium" führen. Die neue Führungsstruktur des Meisters von 2011 und Champions-League-Siegers von 2013 soll bei der Mitgliederversammlung am 18. April beschlossen werden.

Evermann: "Ich will seriöse, nachhaltige Grundstrukturen schaffen"

Dann soll Marc Dieter Evermann dem ebenfalls zu wählenden Aufsichtsrat als neuer Präsident vorgeschlagen werden. Der Textil-Unternehmer unterstützt die HSV-Handballer bereits seit Jahren und ist der Wunschkandidat der aktuellen Interims-Clubführung um Sven Hielscher. "Marc Evermann ist ein solider, ordentlicher, hanseatischer Kaufmann", sagte der Vize-Präsident der "Bild" über den Hobby-Handballer. Evermann selbst möchte nach den erfolgreichen, aber auch turbulenten Jahren mit dem sprunghaften Mäzen Andreas Rudolph Ruhe in den Verein bringen: "Ich will seriöse, nachhaltige Grundstrukturen schaffen. Der HSV muss wirtschaftlich auf gesunden Füßen stehen." Im Falle seiner Wahl würde der 44-Jährige auch die Geschäftsleitung übernehmen.

U23 vor dem Drittliga-Aufstieg

Neben den Neuwahlen der Führungsmannschaft könnte am 18. April im Haus des Sports in Hamburg auch die erste HSV-Mannschaft für Aufbruchstimmung sorgen. Denn dann könnte die U23 der Hanseaten, die die Tabelle der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein anführt, bereits den Auftstieg in die Dritte Liga Nord unter Dach und Fach gebracht haben - zwei Spieltage vor Saisonende. Voraussetzung dafür wären allerdings drei Siege in den folgenden drei Partien gegen St. Pauli II, Barmbek und Ellerbek. Dann wäre der HSV der Rückkehr auf die ganz große Bühne schon wieder einen Schritt nähergekommen.

Grabbelkiste Hamburg: Der Exodus der HSV-Handballer

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