THW Kiel: Der Rekordmeister von der Förde
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Daniel Narcisse und Co. hatten gegen Szeged keine Probleme.
Der THW Kiel hat am Donnerstagabend nach der sechswöchigen Pflichtspielpause einen dankbaren Aufbaugegner zu Gast gehabt. Pick Szeged war im achten Champions-League-Vorrundenspiel kein echter Prüfstein für den Tabellenführer der Handball-Bundesliga. Ohne große Mühe setzten sich die Schleswig-Holsteiner vor knapp 10.000 Fans mit 34:24 (18:12) durch und untermauerten ihren Anspruch auf Platz eins in der Gruppe D.
Tore THW Kiel: Sprenger 11, Zeitz 7, Lundström 4, Ahlm 3, Klein 3, Narcisse 3, Ilic 1, Jicha 1, Kubes 1
Pick Szeged: Sulc 6, Beocanin 6, Buday 5/3, Pribanic 4, Zubai 2, Ancsin 1
Zuschauer: 9.500
Die Kieler ließen von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen, wer am Ende als Sieger das Parkett verlassen würde. Nach sechs Minuten schaltete der deutsche Rekordmeister den Turbo ein, zog von 3:2 auf 7:2 (12.) davon. Nach 18 Minuten hatten sich die Schleswig-Holsteiner gegen die überforderten Ungarn eine 12:5-Führung herausgeworfen. Vor allem Rechtsaußen Christian Sprenger bestach einmal mehr durch seine Effizienz. Sieben Tore bei sieben Würfen schlugen für den Nationalspieler bereits nach der ersten Hälfte zu Buche. Szeged präsentierte sich im Angriff vollkommen harmlos und oft viel zu hektisch gegen die konzentrierte THW-Deckung. Die Gastgeber kamen so immer wieder leicht zu Tempogegenstößen. Peter Tatai im Tor der Gäste gab zudem ein schwaches Bild ab. Dass die Kieler zur Pause "lediglich" mit sechs Toren führten, war der ruhigeren Gangart des THW in der Schlussphase der ersten 30 Minuten geschuldet.
Auch nach dem Seitenwechsel waren die Ungarn nur ein besserer Sparringspartner für den zweimaligen Champions-League-Champion von der Förde. Christian Zeitz überzeugte als Taktgeber, Sprenger traf weiter wie er wollte und hatte am Ende mit elf Toren in elf Versuchen eine Traumquote zu bieten. Szeged verschleppte sogar das Tempo, obwohl es Mitte der zweiten Hälfte schon mit 13 Toren (18:31) hinten lag. Den Osteuropäern war die Angst vor einer noch deutlicheren Deklassierung anzumerken. Kiel hatte Erbarmen und fuhr die Partie ohne weitere Tempoverschärfungen nach Hause.