THW Kiel: Der Rekordmeister von der Förde
Volle Halle, Stars en masse, Titel im Abonnement - das ist der THW Kiel. mehr
Dominik Klein zeigte sich vor allem in der ersten Halbzeit treffsicher.
Die Handballer des THW Kiel haben in der Champions League erfolgreich Revanche genommen für die unerwartete Niederlage bei RK Celje. Vier Tage nach dem 28:31 in Slowenien bezwang der deutsche Rekordmeister in eigener Halle den gleichen Gegner mit 30:26 (13:12). Allerdings tat sich der Bundesligist lange schwer und konnte nur wenige spielerische Glanzpunkte setzen. Nach dem vierten Sieg im sechsten Spiel rangieren die Schleswig-Holsteiner in der so ausgeglichenen Vorrundengruppe B, in der alle Teams außer Constanta mindestens zweimal gewonnen haben, weiter auf dem zweiten Rang. "In der Abwehr haben wir ganz gut gespielt, aber mit unserer Chancenverwertung vorne können wir nicht zufrieden sein", sagte Kiels Kapitän Marcus Ahlm nach dem Arbeitssieg.
Zuschauer: 9.500
Tore für Kiel: Ekberg 9/5, Palmarsson 5, Klein 4, Zeitz 4, Narcisse 3, Vujin 3, Sprenger 1, Ahlm 1
Celje: Marguc 11/3, Mackovsek 4, Lekai 3, Skube 3, Mlakar 2, Raszgor 2, Toskic 1
Strafminuten: 6 / 14
Von Beginn an entwickelte sich in der Kieler Halle eine bissige und hitzige Partie, es gab viele Fouls, viele unnötige und hektische Ballverluste. Erst nach knapp drei Minuten erzielte Dominik Klein den ersten Treffer der Partie und brachte die "Zebras" mit 1:0 in Führung. Den Ausgleich der nervös wirkenden Gäste steckte Kiel schnell weg und lag durch blitzartige Konter nach 13 Minuten mit vier Treffern vorne (7:3). Doch die Slowenen fingen sich wieder und verkürzten binnen zwei Minuten auf 7:6 und fortan hatte der Bundesligist viel Mühe mit Celje. Auch eine Vier-Tore-Führung (13:9) nach 23 Minuten gaben die Kieler wieder aus der Hand: Sieben Minuten lang erzielten sie keinen Treffer mehr und so ging es mit einem knappen 13:12 in die Kabinen.
Die Kieler Torarmut setzte sich in der zweiten Halbzeit zunächst fort - die Slowenen glichen aus und gingen in der 34. Minute sogar erstmals in der Partie in Führung (14:15). Doch die "Zebras" wachten nun auf und drehten den Rückstand wieder in einen Drei-Tore-Vorsprung um (20:16/40.). Nun lief es deutlich besser für die Hausherren, nach 45 Minuten lagen sie mit sechs Treffern vorn (24:18). Aber wieder kam Celje ran, nach 50 Minuten hatten die Slowenen drei Treffer gut gemacht (25:22), weil die Kieler Abwehr einfach zu passiv spielte. Doch mehr ließen die "Zebras" nicht zu. Ohne spielerisch wirklich zu überzeugen, brachten sie den Sieg letztlich nach Hause.
Arbeitssieg gegen Celje
Der THW Kiel hat in dieser Saison sein Spitzenniveau aus der Vorsaison erwartungsgemäß nicht halten können. Die vielen Neuzugänge müssen zunächst eingegliedert und die Spielzüge einstudiert werden. Da... [mehr]