Stand: 17.02.2016 20:28 Uhr

THW ringt Plock nieder

von Ingmar Deneke, NDR.de
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Harter Kampf zwischen Kiel und Plock.

Das war ein hartes Stück Arbeit. Der THW Kiel hat sein drittletztes Gruppenspiel in der Handball-Champions-League gewonnen. Beim 26:24-Sieg (14:14) am Mittwochabend gegen Wisla Plock aus Polen tat sich der deutsche Meister schwer. Erst in der Schlussphase konnten sich die Kieler den Erfolg sichern. Kurz vor Schluss sorgte Linksaußen Dominik Klein mit einem Distanzwurf für die Entscheidung. Der THW hat den vierten Platz in seiner Gruppe behauptet und das Heimrecht der K.o.-Runde vor Augen. Bester Werfer war Kapitän Domagoj Duvnjak mit zehn Treffern.

Kiel tut sich schwer, Duvnjak tut sich weh

Kiels Superstar musste am Anfang mächtig einstecken. Bereits nach drei Minuten wechselte Duvnjak sein Trikot, es wurde im Zweikampf von einem Gegner zerrissen. Wenig später ging der Kroate nach einem Schlag ist Gesicht zu Boden. Das war schon beeindruckend, wie selbstbewusst und aggressiv die Polen aus Plock am Anfang auftraten. Die Kieler hatten ihre Schwierigkeiten und lagen Mitte der ersten Hälfte mit drei Toren zurück (7:10). Die THW-Fans in der Arena staunten. Die Kieler taten sich schwer und mussten für jedes Tor hart arbeiten. Vor allem Duvnjak sorgte mit fünf Treffern dafür, dass seine Mannschaft dranblieb. Seine Ausbeute war überzeugend, die harte Anfangsphase hatte beim THW-Kapitän offenbar keine Spuren hinterlassen. Mit einem Unentschieden ging die enge Partie in die Pause (14:14).

Matchwinner Landin, Klein und Duvnjak

THW Kiel - Wisla Plock 26:24 (14:14)

Tore THW Kiel: Duvnjak (10), Vujin (7), Brozovic (3), Klein (3), Anic (2), Ekberg (1)
Tore Wisla Plock: Rocha (7), Racotea (6), De Toledo (3), Tarabochia (3), Nikcevic (2), Oneto Zuniga (1), Zhitnikov (1), Pusica (1)
Zuschauer: 9.800

„Niiiiklaaaas Laaandiiiiin“ tönte es am Anfang des zweiten Durchgangs immer wieder lautstark durch die Arena. THW-Torhüter Niklas Landin machte seinen Kasten zur Festung. Die starken Paraden des Dänen konnten seine Kollegen vorne aber vorerst nicht für einen Vorsprung nutzen. Die verletzten Europameister Stefan Weinhold und Christian Dissinger schauten mit kritischen Mienen von der Tribüne aus zu. Und Domagoj Duvnjak? Der musste sich weiter quälen, aber auch ein heftiger Griff an den Hals konnte ihn nicht stoppen. "Locker bleiben und auf die Chancen warten", so die Ansage von THW-Trainer Alfred Gislason in einer Auszeit. Geduld war gefragt, es kam zum Showdown in der letzten Minute und zum großen Auftritt von Dominik Klein. Der Linksaußen verwandelte einen krachenden Wurf zum vorentscheidenden 25:24, vor Ablauf der Uhr traf noch Duvnjak ins leere Tor der Polen.

THW behauptet Platz vier

Mit diesem Heimsieg haben sich die Kieler in der Champions League nach der Niederlage in Flensburg erfolgreich zurückgemeldet. Der deutsche Meister hat Platz vier in der Gruppe A behauptet, der Einzug in die Runde der besten 16 war bereits sicher. Zwei weitere Partien stehen noch auf dem Programm. Am kommenden Mittwoch geht es in die Türkei zu Besiktas Istanbul, am 3. März folgt das abschließende Heimspiel gegen den kroatischen Meister RK Zagreb.

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