Der HSV Hamburg träumt vom größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Nach dem 39:33-Sieg über Titelverteidiger THW Kiel wartet im Finale der Champions League der Rekordsieger FC Barcelona.
Barcelona verteidigt clever und ist treffsicher. In den unkämpften Anfangsminuten lassen die Hamburger die Spanier dennoch nicht davonziehen und halten dagegen.
Eine Zeitstrafe gegen Marcin Lijewski übersteht der HSV schadlos, nach sieben Spielminuten steht es 2:2.
Das Spiel bleibt torarm. Nach einer Viertelstunde liegen die Hamburger lediglich mit 2:3 zurück,...
...schaffen jedoch drei Minuten später den erneuten Ausgleich durch Hans Lindberg.
Danach lassen die Norddeutschen etwas nach, Barcelona führt zur Pause und zum Ärger von HSV-Trainer Martin Schwalb mit 11:9.
Nach der Halbzeit verteidigen die Hamburger besser und trauen sich in der Offensive mehr zu.
In der 43. Minute jubeln Schwalb und die Bank über die erste Führung des Spiels - 16:15 für den HSV.
Barcelona bleibt aber gefährlich und und setzt der Defensive der Hansestädter zu,...
...die in Johannes Bitter einen überragenden Rückhalt hat. Der Torwart lässt die Spanier verzweifeln.
Die Hereinnahme von Michael Kraus zur Halbzeit macht sich bezahlt, er avanciert zum Mann des Spiels und führt den HSV sechs Minuten vor Schluss zu einer 24:20-Führung.
Nach zwei Zwei-Minuten-Strafen kommt Barcelona in den Schlussminuten zurück, nach 60 Minuten steht es 25:25 und es geht in die Verlängerung.
Pascal Hens' Gesicht spricht Bände: Er treibt sein Team an und hat damit Erfolg. Nach der ersten Häfte der Verlängerung werfen die Norddeutschen eine 28:26-Führung heraus.
Barcelona kommt wieder auf einen Treffer heran, doch Fredrik Petersen und Co. halten den knappen Vorsprung aufrecht.
Nach großem Zittern und Bangen ist es geschafft: Der HSV schlägt den FC Barcelona mit 30:29 nach Verlängerung und folgt dem THW Kiel auf den europäischen Thron.
Der Pott bleibt in norddeutschen Händen: Die Spieler des HSV feiern im Konfetti-Regen ausgelassen mit dem Champions-League-Pokal.
Trainer Schwalb wird von seinen Spielern auf Schultern getragen und präsentiert stolz die Trophäe.
Die Feierlichkeiten über den größten Erfolg der Vereinsgeschichte werden sicherlich bis in die späte Nacht andauern. Die Hamburger haben sich das auch redlich verdient.
Besondere Ehrung für Hans Lindberg: Er wird als bester Torschütze des Final Four ausgezeichnet.
Nach einer langen Party-Nacht geht es zurück in die Heimat - der Pokal ist natürlich immer dabei.